"Ein überzeugendes Vorbild für eine zukunftsorientierte Unternehmerschaft"
Hamburg. "Dr. Michael Otto ist eine herausragende Persönlichkeit der deutschen Wirtschaft, die über ihre unternehmerischen Aktivitäten hinaus auch im gesellschaftspolitischen Raum für einen nachhaltigen Umgang mit Umwelt und Natur engagiert eintritt. Mit seiner umweltbewußten Betriebsführung hat er Maßstäbe gesetzt und ist zu einem überzeugenden Vorbild für eine zukunftsorientierte Unternehmerschaft geworden, die aus dem Wissen handelt, daß Ökonomie und Ökologie keine fundamentalen Gegensätze sind." - Mit diesen Worten würdigte heute in Hamburg Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, die Verleihung des Deutschen Umweltpreises 1997 der Stiftung an den Hamburger Unternehmer Dr. Michael Otto.
Vor Medienvertretern in Hamburg ging Brickwedde auf die besonderen Leistungen des 1943 in Kulm an der Weichsel geborenen promovierten Volkswirts Otto ein. Seit vielen Jahren fördere er konkrete Umwelt- und Naturschutzaktivitäten. 1989 habe er mit dem World Wildlife Fund for Nature (WWF) ein Artenschutzprojekt gestartet, in dessen Umsetzung vor allem Schüler einbezogen worden seien, seit 1992 laufe eine Partnerschaft mit dem Naturschutzbund (NABU) Deutschland zum Schutz der Weiß-störche. 1993 schließlich sei die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz gegründet worden, die sich primär den Schutz und Erhalt des Umweltmediums Wasser auf die Fahnen geschrieben habe und jährlich etwa 1,5 Millionen Mark vergebe. An der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald habe die Stiftung einen Lehrstuhl für Umweltethik eingerichtet. Seit 1995 sei die Stiftung am Fluß Pripjet in Weißrußland aktiv und erarbeite gemeinsam mit dem Zoologischen Institut der Universität Minsk Schutzkonzepte für den Erhalt der Landschaft.
Besonders hervorzuheben, so Brickwedde, sei allerdings der persönliche Einsatz Dr. Michael Ottos für den Schutz der Elbe. Brickwedde: "Seinem Einsatz ist es wesentlich zu verdanken, daß zwischen dem Bundesverkehrsministerium und den Umweltverbänden ein Kompromiß über den Schutz der mittleren Elbe erzielt worden ist. Die fachliche Unterstützung durch seine Stiftung, die Durchführung von Veranstaltungen und letztlich das persönliche Engagement als Moderator in diesem Konfliktfeld haben eindrucksvoll demonstriert, daß Regierung und Verbände zu erfolgversprechenden Lösungen selbst bei schwierigen Konflikten in der Lage sind."
1971 sei Dr. Michael Otto in das elterliche Unternehmen eingetreten und habe noch im selben Jahr den Vorstandsbereich Einkauf Textil übernommen. Unter seiner Federführung seien im Otto-Versand zahlreiche umweltorientierte Einzelmaßnahmen durchgeführt worden. Schon 1974 habe das Unternehmen Versandkartonagen aus Recyclingmaterial verwendet, 1985 sei die Abfalltrennung in Hausmüll und Papier erfolgt und 1986 sei der Umweltschutz zum Unternehmensziel erklärt worden.
1987 seien fluorchlorkohlenwasserstoffhaltige (FCKW) Spraydosen aus dem Sortiment ausgelistet worden, auch die Echtpelzbekleidung sei zwischen 1988 und 1991 komplett aus dem Versandhausangebot herausgenommen worden. 1990 sei im Unternehmen in Hamburg-Bramfeld eine Regenrückwassergewinnungsanlage installiert, das Seminarhaus nach bauökologischen Kriterien ausgestattet worden. Tropenhölzer seien aus dem Sortiment ausgelistet, eine inzwischen neunköpfige Stabsstelle Umweltkoordination eingerichtet worden, die dem Vorstandsvorsitzenden direkt zugeordnet sei.
Mit dem Projekt "Otto steigt um" seien den Mitarbeitern des Versandhauses in der Zentrale in Hamburg ab 1991 günstige Abonnements für Bus und Bahn angeboten worden. Seit 1992 seien nur noch formaldehydfrei hergestellte Bettlaken und Frottierartikel sowie nickelfreier Schmuck im Sortiment, für gebrauchte elektrische Großgeräte garantiere Otto die Rücknahme und eine umweltgerechte Entsorgung. Für den innerbetrieblichen Transport seien 1994 Mehrwegwannen eingeführt worden. Seit 1995 werde der Transport auf Bahn und Binnenschiffe verlagert, würden Fahrzeuge mit alternativen Antriebsenergien erprobt. Das Angebot umweltgerechter Textilien sei auf über 1.500 Artikel gesteigert worden.
Die Entwicklung einer Liste verbotener umweltschädlicher Stoffe für Hartwaren und eines Anforderungsprofils für die recyclinggerechte Konstruktion elektrischer und elektronischer Geräte, die Entwicklung einer Positivliste für umweltverträglichere Lederfarbstoffe sowie eines Öko-Anforderungsprofils für Möbel seien ebenfalls zu nennen. Besonders eindrucksvoll seien, so Brickwedde, die Erfolge des Unternehmens im Klimaschutz. Es habe den Ausstoß des "Klimakillers" Kohlendioxid seit 1993 um 30 Prozent verringert und wolle bis zum Jahr 2005 noch weitere 15 Prozent einsparen.
Vor Medienvertretern in Hamburg ging Brickwedde auf die besonderen Leistungen des 1943 in Kulm an der Weichsel geborenen promovierten Volkswirts Otto ein. Seit vielen Jahren fördere er konkrete Umwelt- und Naturschutzaktivitäten. 1989 habe er mit dem World Wildlife Fund for Nature (WWF) ein Artenschutzprojekt gestartet, in dessen Umsetzung vor allem Schüler einbezogen worden seien, seit 1992 laufe eine Partnerschaft mit dem Naturschutzbund (NABU) Deutschland zum Schutz der Weiß-störche. 1993 schließlich sei die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz gegründet worden, die sich primär den Schutz und Erhalt des Umweltmediums Wasser auf die Fahnen geschrieben habe und jährlich etwa 1,5 Millionen Mark vergebe. An der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald habe die Stiftung einen Lehrstuhl für Umweltethik eingerichtet. Seit 1995 sei die Stiftung am Fluß Pripjet in Weißrußland aktiv und erarbeite gemeinsam mit dem Zoologischen Institut der Universität Minsk Schutzkonzepte für den Erhalt der Landschaft.
Besonders hervorzuheben, so Brickwedde, sei allerdings der persönliche Einsatz Dr. Michael Ottos für den Schutz der Elbe. Brickwedde: "Seinem Einsatz ist es wesentlich zu verdanken, daß zwischen dem Bundesverkehrsministerium und den Umweltverbänden ein Kompromiß über den Schutz der mittleren Elbe erzielt worden ist. Die fachliche Unterstützung durch seine Stiftung, die Durchführung von Veranstaltungen und letztlich das persönliche Engagement als Moderator in diesem Konfliktfeld haben eindrucksvoll demonstriert, daß Regierung und Verbände zu erfolgversprechenden Lösungen selbst bei schwierigen Konflikten in der Lage sind."
1971 sei Dr. Michael Otto in das elterliche Unternehmen eingetreten und habe noch im selben Jahr den Vorstandsbereich Einkauf Textil übernommen. Unter seiner Federführung seien im Otto-Versand zahlreiche umweltorientierte Einzelmaßnahmen durchgeführt worden. Schon 1974 habe das Unternehmen Versandkartonagen aus Recyclingmaterial verwendet, 1985 sei die Abfalltrennung in Hausmüll und Papier erfolgt und 1986 sei der Umweltschutz zum Unternehmensziel erklärt worden.
1987 seien fluorchlorkohlenwasserstoffhaltige (FCKW) Spraydosen aus dem Sortiment ausgelistet worden, auch die Echtpelzbekleidung sei zwischen 1988 und 1991 komplett aus dem Versandhausangebot herausgenommen worden. 1990 sei im Unternehmen in Hamburg-Bramfeld eine Regenrückwassergewinnungsanlage installiert, das Seminarhaus nach bauökologischen Kriterien ausgestattet worden. Tropenhölzer seien aus dem Sortiment ausgelistet, eine inzwischen neunköpfige Stabsstelle Umweltkoordination eingerichtet worden, die dem Vorstandsvorsitzenden direkt zugeordnet sei.
Mit dem Projekt "Otto steigt um" seien den Mitarbeitern des Versandhauses in der Zentrale in Hamburg ab 1991 günstige Abonnements für Bus und Bahn angeboten worden. Seit 1992 seien nur noch formaldehydfrei hergestellte Bettlaken und Frottierartikel sowie nickelfreier Schmuck im Sortiment, für gebrauchte elektrische Großgeräte garantiere Otto die Rücknahme und eine umweltgerechte Entsorgung. Für den innerbetrieblichen Transport seien 1994 Mehrwegwannen eingeführt worden. Seit 1995 werde der Transport auf Bahn und Binnenschiffe verlagert, würden Fahrzeuge mit alternativen Antriebsenergien erprobt. Das Angebot umweltgerechter Textilien sei auf über 1.500 Artikel gesteigert worden.
Die Entwicklung einer Liste verbotener umweltschädlicher Stoffe für Hartwaren und eines Anforderungsprofils für die recyclinggerechte Konstruktion elektrischer und elektronischer Geräte, die Entwicklung einer Positivliste für umweltverträglichere Lederfarbstoffe sowie eines Öko-Anforderungsprofils für Möbel seien ebenfalls zu nennen. Besonders eindrucksvoll seien, so Brickwedde, die Erfolge des Unternehmens im Klimaschutz. Es habe den Ausstoß des "Klimakillers" Kohlendioxid seit 1993 um 30 Prozent verringert und wolle bis zum Jahr 2005 noch weitere 15 Prozent einsparen.

