16.10.2007 | Workshop: Neuartige Wärmedämmstoffmatten auf Hanfbasis

Die heute üblichen Dämmstoffe basieren fast ausschließlich auf fossilen Rohstoffen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um EPS, PS, PUR, Glas- und Steinwolle. Nur etwa fünf Prozent der Dämmstoffe werden aus nachwachsenden Rohstoffen wie Schilf, Flachs, Hanf, Stroh oder Wolle gewonnen.

Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT)
265.24 kB - Aktualisiert/Update: 18.09.2007 13:24:15

Dabei haben Dämmstoffmatten aus Naturmaterialen entscheidende Vorteile: Ihre Herstellung verbraucht relativ wenig Energie, sie sind gesundheitlich unbedenklich, und sie lassen sich nach Ende der Nutzungsphase industriell kompostieren (Voraussetzung: Keine synthetischen Komponenten) oder verbrennen (Energierückgewinnung).

Ein aus fünf Projektpartnern (Hock GmbH & Co. KG, NAPRO GmbH & Co. KG, BAFA GmbH, Universität Stuttgart LBP, Fraunhofer ICT) bestehendes Konsortium mit dem Fraunhofer ICT als Koordinator startete am 01.09.2005 ein zweijähriges durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördertes Vorhaben mit dem Titel „Entwicklung eines vollständig biogenen Wärmedämmstoffes“.

Das primäre Ziel des Vorhabens war die Substitution der synthetischen Stützfaser durch eine biogene und biologisch abbaubare Komponente. Dieses Ziel wurde erreicht.

In dem Workshop am 16. Oktober 2007 in Osnabrück werden die Ergebnisse dieses Vorhabens vorgestellt und darüber diskutiert, wie sich die Anforderungen an zukünftige Wärmedämmstoffe ändern könnten.