Inhalt: Die Landwirtschaft stellt durch ihre Flächenbewirtschaftung oft ein ganzes Bündel an Ökosystemleistungen bereit, doch nur manche dieser Leistungen werden durch Märkte oder alternative Anreizmechanismen auch tatsächlich in Wert gesetzt. Wir möchten Sie einladen, Möglichkeiten und Grenzen eines ökonomischen Blicks auf den Kontext von Ökosystemleistungen, Naturschutz und landwirtschaftlicher Praxis zu diskutieren. Dazu bitten wir Sie, uns vorab konkrete Fallbeispiele aus ihrem Arbeitsumfeld zu skizzieren, die dann aktiv im Rahmen des Workshops besprochen werden können.
Zielgruppe: Akteure aus der Naturschutzpraxis und Landwirtschaft, zum einen von Nichtregierungsorganisationen, Interessenvertretungen sowie Unternehmen und zum anderen von Behörden der Landes- bis hin zur Kreis- und Stadtebene.
Veranstaltungsort: Internationale Naturschutzakademie auf der Insel Vilm.
Teilnahmegebühren: Für die Teilnahme an den Workshops fallen keine Gebühren an, es sind lediglich Anreise sowie Unterkunft und Verpflegung auf der Insel Vilm zu tragen (EZ p. Pers./Tag: 54 €, DZ p. Pers./Tag: 40 €; Vollverpflegung 24 €/Tag + 4 € für Kaffee/ Tee + Kuchen).
Auskunft & Voranmeldung: Christoph Schröter-Schlaack Heide Scharfe Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ Department Ökonomie Tel.: 0341/235-1475 E-Mail: heide.scharfe@ufz.de. Weitere Informationen finden Sie hier.
Die Leistungen von Ökosystemen und Biodiversität bilden in vielfältiger Weise die Grundlage für die Existenz unserer Gesellschaft, wenn auch oft erst auf den zweiten Blick. Das Konzept der Ökosystemleistungen wurde entwickelt, um diese Vielzahl an Leistungen von Biodiversität und Ökosystemen systematisch zu erfassen – und hat in zahlreichen Strategien und Ansätzen mittlerweile Einzug in die Naturschutzpraxis, aber auch in andere Regelungen wie die Wasserrahmenrichtlinie oder Agrarumweltprogramme gehalten.
Ein wichtiges Element sind dabei auch ökonomische Ansätze zur Inwertsetzung dieser Leistungen. Die internationale TEEB-Studie (The Economics of Ecosystems and Biodiversity) hat diese Ansätze zusammengetragen. Vor dem Hintergrund der Umsetzung der deutschen TEEB-Studie „Naturkapital Deutschland – TEEB DE“ soll die Veranstaltungsreihe den Zugang zu dieser ökonomischen Perspektive auf Natur erleichtern.
In der von Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ und Bundesamt für Naturschutz ausgerichteten Workshop-Reihe wird dargestellt und diskutiert, wie und wo ökonomische Ansätze auch in Deutschland im praktischen Naturschutz bereits genutzt werden bzw. zukünftig genutzt werden können. Die Workshops haben zum Ziel, durch einen breiten Austausch über Möglichkeiten, Fallbeispiele und Erfahrungen mit ökonomischen Ansätzen ihre Anwendung in der Naturschutzpraxis zu erleichtern. Ergänzt werden die Workshops durch Skripten zu den jeweiligen Schwerpunkten der Workshops.