14.11.2013-15.11.2013 | ANU-Bundestagung 2013: Transformation von unten - Grassroots 2.0 trifft Umweltbildung

Unter dem Motto „Transformation von unten", blicken wir auf zahlreiche „ökofaire" Initiativen häufig junger Menschen, die für die „große Transformation" für Nachhaltigkeit nicht auf die etablierte Politik warten wollen, sondern selbst aktiv werden. Mit der Tagung will die ANU bestehende Verbindungen zwischen ihren Bildungsanbietern und „Grassroots 2.0 - Initiativen" für eine Transformation von unten sichtbar machen und neue herstellen. Für den Bezug zur Bildung greift die ANU das jüngst aus der Umweltpsychologie in die BNE eingebrachte Diskussionsmotto „Vom Handeln zum Wissen" auf.

Transition Town Frankfurt am Main © Transition Town Frankfurt am Main
Transition Town Frankfurt am Main
0 kB - Aktualisiert/Update: 15.10.2013 16:13:33
© ANU

Die „kulturkreativen" Aktionen der jungen Menschen sind geprägt vom Selbermachen, Teilen und Tauschen. Es entstehen Labore einer potentiell nachhaltigeren Zukunft - Keimzellen des Wandels. Die Initiativen eignen sich öffentlichen Raum für Gemeinschaftsgärten an, nutzen Obst-Allmenden, richten Repair-Cafés oder andere Werkstätten ein, in denen sie Wissen über alte Handwerks- aber auch neue, IT-gestützte Fertigungstechniken teilen, organisieren Carrotmobs oder Kampagnen. Einige Initiativen haben sich zum internationalen Transition Town Netzwerk zusammengeschlossen. Die Lust am Ausprobieren und die gemeinschaftlichen Aktionen ähneln den Graswurzel-Initiativen der achtziger Jahre, aus denen heraus sich auch die ANU entwickelt hat. Unterschiede sind u.a. die häufig digitalen Vernetzungs- und Aktionsformen, der Anspruch nach mehr Ideologiefreiheit und die mit zahlreichen Anglizismen angereicherte Sprache, in Twitterkürze: „Grassroots 2.0".

Die Beiträge der ReferentInnen beleuchten die Fragen:

  • Welche verschiedenen Initiativen gibt es und wie ökologisch und nachhaltig ist die Bewegung des Selbermachens?
  • Welchen Hintergrund hat diese Entwicklung in den aktuell diskutierten Wirtschafts- und Wohl-standsmodellen wie der Postwachstumsökonomie, der Gemeinwohlökonomie oder dem Green Growth-Ansatz?
  • Wie motiviert die Bewegung besonders junge Menschen sich zu engagieren, welche Online-Plattformen und -Formate gibt es und wo vernetzen sich die Aktiven?

Für einen Marktplatz sind Umweltbildungsanbieter aus der ANU, die bereits in der Transformation von unten aktiv sind und (andere) Graswurzel-Initiativen eingeladen, ihre Arbeit vorzustellen und ins Gespräch zu kommen. Mit dabei ist zum Beispiel die Transition Town Gruppe Frankfurt am Main. Bitte melden Sie sich bis zum 18.10.13 in der ANU-Bundesgeschäftsstelle unter bundesverband@anu.de, Tel: 069/716 733 29-0.  Auch wer nicht teilnehmen kann, ist herzlich eingeladen, Informationen zu schicken.

Tagungsort und Anfahrt: Tagungszentrum KaEins im Ökohaus in Frankfurt Bockenheim, Kasseler Str. 1a, 60486 Frankfurt am Main. Gegenüber liegt der Westbahnhof mit RE-Anschluss und S-Bahn, drei S-Bahn-Stationen vom HBF entfernt. Weitere Informationen siehe www.ka-eins.de.

Tagungsbeitrag: ANU-Mitglieder: 40,00 Euro, Nicht-Mitglieder: 60,00 Euro. Der Beitrag enthält das Mittagessen und Tagungsgetränke mit Ausnahme des Abendessens am 14.11.

Bitte überweisen Sie den Betrag mit dem Betreff „ANU Bundestagung 2013" bis zum 18.10. auf folgendes Konto: Kontonummer: 390 067 29, BLZ: 170 523 02 (Stadtsparkasse Schwedt)

Weitere Informationen zur Anmeldung und Programm unter www.umweltbildung.de