Natura 2000 ist ein Netz von geschützten Gebieten mit hohem Biodiversitätswert, das etwa 20 % des Gebiets der EU umfasst, von Buchenwäldern in Bergregionen in der Tschechischen Republik über Schildkröten in polnischen Feuchtgebieten bis zu Delphinen vor der Küste Spaniens. Das Netz dient zum Einen dem Naturschutz und bietet zum Anderen auch zahlreiche soziale und wirtschaftliche Vorteile.
Den Europäern ist sehr am Naturschutz gelegen, doch sind nur wenige mit Natura 2000 vertraut. Einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage zufolge betrachten neun Zehntel der Europäer den Rückgang von natürlichen Lebensräumen und die Gefährdung und das Verschwinden bestimmter Tiere und Pflanzen als ernsthaftes Problem. Die meisten Bürgerinnen und Bürger (99 % bis 83 % je nach Mitgliedstaat) halten den Naturschutz für wichtig, um die Zerstörung wertvoller Land- und Seegebiete zu verhindern. Aber lediglich 27 % der Befragten hatten tatsächlich schon von Natura 2000 gehört.
Der neue und ab nun jährlich verliehene Preis soll diesem Mangel an Wahrnehmung in der Öffentlichkeit abhelfen, indem die Vielfalt der Natura-2000-Gebiete beleuchtet und vorbildhafte Leistungen in einer breiten Palette von Tätigkeiten hervorgehoben werden.
Weitere Informationen finden sich auf der Webseite zum Natura-2000-Preis.
Die Gewinner dieses ersten Natura-2000-Preises werden im Mai 2014 bekanntgegeben. Ihre Leistungen werden in einem Festakt in Brüssel gewürdigt.
Hintergrund
Natura 2000 steht im Mittelpunkt der Naturschutz- und Biodiversitätspolitik der EU. Es handelt sich um ein EU-weites Netz von Naturschutzgebieten, das im Rahmen der Habitatrichtlinie von 1992 geschaffen wurde. Das Netz soll das langfristige Überleben der wertvollsten und am stärksten bedrohten Arten und Lebensräume in Europa sichern. Es umfasst Naturschutzgebiete, wobei sich das meiste Land jedoch in Privatbesitz befindet. Der Schwerpunkt liegt darauf, eine künftige Bewirtschaftung sicherzustellen, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich nachhaltig ist.