Modellhafte Korrosionsstabilisierung bedeutender, anthropogen umweltgeschädigter archäologischer Eisenfunde: Evaluierung der Methode im Labormaßstab und anschließende Umsetzung am Beispiel national bedeutender römischer Eisenobjekte des Fundorts Güglingen (Baden-Württemberg)

Aktenzeichen 32425/01
Abschlussbericht:
Projektträger: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Institut für Konservierungswissenschaften
Am Weißenhof 1
70191 Stuttgart
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Telefon: 0711-28440127
Internet: -
Bundesland: Baden-Württemberg
Beschreibung:
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Zur Konservierung von archäologischem Kulturgut aus Eisen müssen die im Boden aufgenommenen, teils anthropogenen Chloride ausgewaschen werden. Die damit erreichte Korrosionsstabilisierung schwankt i.d.R. stark. Es lassen sich zwar Aussagen zum durchschnittlichen Entsalzungsgrad in Ab-hängigkeit von den gewählten Parametern machen, ob aber ein bedeutender Einzelfund dauerhaft ge-sichert ist, bleibt ungewiss. Daher sollen in bisher nur wenigen Demonstrationsexperimenten erhobene Messgrößen zur Korrosionsstabilisierung systematisch verglichen werden:
1) zerstörungsfreie Messung des Restchloridgehalts durch Prompt Gamma Activation Analysis
2) reale Korrosionsgeschwindigkeit nach der Konservierung durch Messung des damit verbundenen Sauerstoffverbrauchs.
Ziel ist die Definition eines Güteparameters, der eine Qualitätskontrolle zur erfolgten Konservie-rungsmaßnahme erlaubt. Ebenso soll er auch die Optimierung von Verfahren durch Erprobung von Varianten ermöglichen, mit dem Ziel, den Aufwand und dadurch die Umweltauswirkungen zu reduzieren.

Förderzeitraum: 17.09.2014 - 31.10.2019 (5 Jahre und 1 Monat)
Fördersumme: 119.970,00
Förderbereich: III.9.1
Stichworte: Konservierung, Korrosion, Korrosionsschutz, Metall, Museum, Schadstoff
Publikationen: