Zu Besuch in der DBU-Geschäftsstelle: eine Delegation der brasilianischen Partnerorganisation der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Osnabrück. Hintere Reihe 4.v.l. KAB-Diözesansekretär Michael Schwarzwald, links DBU-Referent Dr. Hans Richter.
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Osnabrück. Zehn Mitglieder des Movimento Trabalhadores Cristaos (MTC), einer brasilianischen Partnerorganisation der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Diözese Osnabrück, besuchten gestern die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück. KAB-Diözesansekretär Michael Schwarzwald: "Besonders erstaunt zeigten sich unsere Gäste über die Existenz einer Umweltstiftung; in Brasilien sind die Probleme beispielsweise im Bildungsbereich so eklatant, dass Umweltinteressen weit zurückstehen müssen." Nach einem einwöchigen Aufenthalt in Frankfurt hatten sich die Besucher aus Brasilien bereits den Transrapid, die Georgsmarienhütte und - als "touristischen Abstecher" - die Gegend um Glandorf angesehen.
DBU-Referent Dr. Hans Richter stellte im Verlauf des Besuches die Arbeit und das Gebäude der Stiftung vor, das unter umweltrelevanten Aspekten erbaut wurde. Die Gruppe, die sich aus Vertretern der MTC ganz Brasiliens zusammensetzt, berichtete im Verlauf der Führung von den großen Umweltproblemen ihres Landes. "Die Namen internationaler Konzerne sind für diese Menschen oft mit dem Abholzen des Regenwaldes und dem Gift in ihren Flüssen verbunden", berichtete Schwarzwald. Die MTC-Mitglieder arbeiten ehrenamtlich für diese Organisation, die sich besonders dem Problem des Analphabetismus` und der Gesundheitsvorsorge in Brasilien widmet. Untergebracht seien sie bei deutschen Gastfamilien, um so auch den Alltag in Deutschland kennen zu lernen.