26.08.2001 | "Im Bemühen um den Schutz einer intakteren Natur nicht nachlassen und andere zum Nacheifern animieren"

DBU-Generalsekretär Brickwedde stellte auf IFA in Berlin Engagement der Stiftung zur "Goldenen Natur" vor - 270.000 Mark investiert

Bundesumweltminister Trittin mit den Preisträgern der Goldenen Natur 2001
Bundesumweltminister Jürgen Trittin mit den Preisträgern der Goldenen Natur. Von links: Franz Debatin, Hildegard Buchin, Andreas Winkler, Klaus Buchin, Jürgen Trittin, Klaus Zeibig, Rudolf Kolerus (verdeckt), Christoph Schneider, (in Vertretung seines Vaters Klaus Götze) Jens Götze.
Download
Die Goldene Natur 2001
Sieben Kugeln aus Eibe für die Preisträger der Goldenen Natur 2001: Die handgearbeiteten Skulpturen im Wert von jeweils 2.000 Mark wurden von dem Ruppertshofener Künstler Udo Havekost gestaltet.
Download
Lehmann-Tolkmitt, Elis, Angres, Lohmann (v. l.)
Nach der Preisverleihung der Goldenen Natur 2001: DBU-Kurator und Jurymitglied Dr. Sigurd Lehmann-Tolkmitt, Angela Elis und Volker Angres von ZDF.Umwelt sowie Michael Lohmann, Chefredakteur der HÖRZU.
Download
Elis, Barthlott (v. l.)
Im Gespräch mit Angela Elis, Moderatorin der ZDF-Sendung Umwelt: Prof. Dr. Wilhelm Barthlott, Umweltpreisträger und "Erfinder" des Lotus-Effektes.
Download
Brickwedde, Elis, Trittin, Angres, Lohmann (v. l.)
Überreichten die Goldene Natur 2001: DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde, ZDF-Redakteurin Angela Elis, Bundesumweltminister Jürgen Trittin, Volker Angres, Chefredakteur ZDF-Umwelt und Michael Lohmann, Chefredakteur HÖRZU.
Download
Sieben Eibe-Kugeln für die Preisträger der Goldenen Natur 2001
Gefertigt aus altem Eibenholz: Der Preis der Goldenen Natur.
Download
Berlin. "Die ‚Goldene Natur' ist eine hervorragende Plattform, die stark zu machen, die aus freien Stücken der Natur helfen. Sie motiviert die Preisträger, in ihrem Bemühen um den Schutz einer intakteren Natur nicht nachzulassen und animiert andere, ihnen nachzueifern. Dieser Schneeballeffekt bietet die große Chance, dem Naturschutz in Deutschland neuen Schub zu geben." - Mit diesen Worten skizzierte am 26.8.2001 auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, die Motivation der größten Umweltstiftung Europas, den neuen Naturschutzpreis der Programmzeitschrift Hörzu und des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) mit insgesamt 270.000 Mark zu unterstützen. Sieben ehrenamtlichen Naturschützer hatten auf der IFA ihr Preisgeld von je 10.000 Mark in Empfang genommen; 200.000 Mark steckt die DBU in Nachfolgeinitiativen, die die Ideen der Preisträger über das ganze Land verbreiten sollen. Einsendeschluss für Anträge: 12. Oktober '01.

Wesentliche Aufgabe dieser neu zu entwickelnden Projekte sei es, einen Beitrag zur Verbesserung und zum Erhalt naturnaher Lebensräume in Deutschland zu schaffen oder Naturschutzthemen durch besonders pfiffige Ideen verschiedenen Zielgruppen nahe zu bringen, so Brickwedde. Dazu könne es gehören, durch spezielle Maßnahmen unterschiedliche Grünlandtypen zu erhalten und zu pflegen oder offene Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu sichern.

Das Offenhalten von Landschaften durch eine naturnahe Landnutzung, das Anlegen von Hecken, das Schaffen von Kleingewässern im Agrarraum, Hochwasserschutz durch eine Renaturierung von Bächen und Flüssen oder ein Engagement für den Erhalt zusammenhängender natürlicher Lebensräume könne gefördert werden. Wer vor allem mit Blick auf Kinder und Jugendliche durch interessante Maßnahmen der Umweltkommunikation die Akzeptanz für den Naturschutz erhöhe, könne ebenfalls Hoffnung auf einen Finanzzuschuss aus Osnabrück haben.

Jeder, der sich ehrenamtlich für den Naturschutz einsetze, könne sich um die DBU-Fördergelder bewerben. Das gelte auch für die Initiativen, die sich um die "Goldene Natur 2001" vergeblich bemüht hatten, nicht allerdings für Landes- und Bundesverbände von Naturschutzorganisationen. Antragsformulare können per Post bei der DBU, An der Bornau 2, 49090 Osnabrück angefordert oder via Internet unter www.goldenenatur.de heruntergeladen werden. Dort sind auch die Förderkriterien detailliert nachzulesen. Bis Mitte Dezember werde dann darüber entscheiden, wer aus den eingegangenen Anträgen in besonderem Maße förderfähig sei und mit Geldern für die Unterstützung seines ehrenamtlichen Naturschutzengagements rechnen könne, so Brickwedde in Berlin.