Osnabrück. 25 lettische Umweltfachleute, darunter zwei Mitglieder des Parlamentes, waren eine Woche lang Gast der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und besuchten in sechs Bundesländern Projekte der DBU. "Im Zuge der Osterweiterung der Europäischen Union ist es für Beitrittskandidaten wie Lettland wichtig, die Erfahrungen der westlichen Länder im Umweltschutz zu nutzen", erläuterte Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU. Aus diesem Grund habe man die lettische Delegation eingeladen, Projektpartner vor Ort zu besuchen und deren innovative Ideen für den Umweltschutz kennen zu lernen. Es gelte, den Erfahrungsvorsprung, den ein Land wie Deutschland auf dem Umweltsektor eindeutig besitze, für eine positive Entwicklung in den osteuropäischen Ländern zu nutzen, so Brickwedde.
Man habe das Besuchsprogramm der lettischen Delegation breit gefächert und so die drei Förderbereiche der DBU (Umwelttechnik, Umweltforschung und Naturschutz sowie Umweltkommunikation) in anschaulichen Beispielen dokumentiert. So habe man neben der Blumberger Mühle, einem Umweltzentrum in Brandenburg, auch Pflanzenkläranlagen in Mecklenburg-Vorpommern und die Produktion von erdgasbetriebenen Brennstoffzellen in Bargteheide (Schleswig-Holstein) besichtigt. In Osnabrück hätten sich die Gäste die Windkraftanlagen auf dem Piesberg ebenso erläutern lassen wie das innovative Verwaltungsgebäude der Stiftung.
Letzte Station der Deutschlandreise sei die energieökologische Modellstadt Ostritz/St. Marienthal (Sachsen) gewesen, der es nach der politischen Wende in Deutschlandgelungen sei, ihre Energieversorgung völlig auf erneuerbare Energieträger umzustellen. "Dieses von uns mit 22 Millionen Mark geförderte Vorzeigeprojekt führt vor Augen, dass eine neue Orientierung in der Energienutzung nicht nur sinnvoll, sondern auch machbar ist", betonte Brickwedde.