Mit einem einfachen Mausklick schaltete Bundespräsident Johannes Rau am 2. Oktober im Schloss Bellevue in Berlin das Internet-Portal schulpartnerschaften.de frei. Das Projekt wird von der DBU maßgeblich unterstützt.
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Beim Start der Initiative "schulpartnerschaften.de" (v.l.): Christina Rau, Bundespräsident Johannes Rau, DBU-Kuratoriumsvorsitzender Prof. Dr. Hans Tietmeyer.
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Wies auf die Unterstützung der Initiative des Bundespräsidenten durch die DBU hin: Kuratoriumsvorsitzender Prof. Dr. Hans Tietmeyer.
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Berlin. Mit einem einfachen Klick auf eine Computer-Maus schaltete Bundespräsident Johannes Rau am Vortag des "Tags der deutschen Einheit" im Schloss Bellevue in Berlin das neue Internetportal "schulpartnerschaften.de" frei. Mit dieser Initiative will der Bundespräsident erreichen, dass noch mehr Schulen in den östlichen und westlichen Bundesländern eine Partnerschaft mit einer Schule jenseits der ehemaligen innerdeutschen Grenze eingehen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, unterstützt die Initiative maßgeblich. Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens in diesem Jahr hatte sich die größte Umweltstiftung Europas entschlossen, insgesamt zehn Millionen Mark für neue Jugendprojekte zur Verfügung zu stellen.
Die Initiative sei entwickelt worden, weil es auch im elften Jahr der deutschen Einheit trotz aller Fortschritte eine gewisse Fremdheit und teilweise sogar gegenseitige Voreingenommenheit zwischen Ost und West gebe, betonte der Bundespräsident in seiner Rede: "Noch immer sprechen viele Deutsche in Ost und West lieber übereinander als miteinander. Persönliche Begegnungen sind das beste Mittel, um Vorurteile abzubauen und noch mehr Gemeinsamkeiten zwischen den ehedem getrennten Landesteilen zu stiften." Über die neue Internetadresse könnten sich Schulen suchen und finden, aber auch Tipps zur Ausgestaltung ihrer Partnerschaft abrufen.
Auch Prof. Dr. Hans Tietmeyer, Vorsitzender des DBU-Kuratoriums, wies darauf hin, dass es in vielen Köpfen noch immer überholte Klischees über die Menschen in Ost- und Westdeutschland gebe. Deshalb sei die Initiative des Bundespräsidenten so sehr zu begrüßen. Wolle sie doch gerade bei den jungen Leuten, die die Zukunft des Landes darstellten, Vorurteile abbauen und die durch Erfahrung ersetzen, die auf gegenseitigem Kennenlernen und gemeinsamem Handeln basiere.