Durch "Precision Farming" können spezifische Besonderheiten der zu bearbeitenden landwirtschaftlichen Flächen unabhängig von der jeweiligen Arbeitsperson immer und überall berücksichtigt werden. Überdüngungen können auf ein Minimum reduziert werden. Ertragsreserven werden erkennbar und können gezielt ausgeschöpft werden. Die Technologieanwendung kann in erheblichem Umfang zur Umweltentlastung beitragen.
Ein umfassender, quantitativer Beleg für positive Umweltwirkungen der Teilflächenwirtschaft liegt noch nicht vor. Es kann aber abgeschätzt werden, dass sehr wohl eine Entlastung der Umwelt von Stoffen und auch anderen Störungen aus der Landwirtschaft eintritt, wenn die Anwendung von Produktionsmitteln räumlich so gezielt wie möglich erfolgt. Werden Teilflächen so bewirtschaftet, dass ihr standörtliches Potenzial als Entscheidungsgrundlage herangezogen wird, ist zu erwarten, dass im energetischen und stofflichen Bereich eine hohe Ressourceneffizienz erreicht wird.
Die Nährstoffzufuhr zum Beispiel wird in den Teilflächen entsprechend des zu erwartenden Ertrages und des daraus resultierenden Entzuges ausgerichtet. Wesentliche Nährstoffüberhänge und damit Gefährdungen des Grundwassers dürften auf dieser Teilfläche ausbleiben. Unkrautregulierung und Pflanzenschutz können ebenfalls in Intensität und Wirkstoffwahl an der Befallssituation ausgerichtet werden. Zumindest Mengenreduktionen der ausgebrachten Wirkstoffe sind zu erwarten.
Für die Vielfalt von Arten und Biotopen ist die Unterschiedlichkeit der Agrarlandschaft auf kleinen Flächen von zentraler Bedeutung. Eine zunehmende Nivellierung von Standorten hinsichtlich Feuchtigkeit, Nährstoffen usw. ist einer der wichtigsten Gefährdungsfaktoren für die Artenvielfalt. Eine bessere Berücksichtigung dieser kleinstandörtlichen Heterogenität ist mit Hilfe des "Precision Farming" möglich, positive Effekte bezüglich der Biodiversität sind zu erwarten.