Bad Schandau / Osnabrück. Vom sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Steffen
Flath MdL, und dem Generalsekretär der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, Fritz
Brickwedde, wurde jetzt das
Nationalparkhaus Sächsische Schweiz in Bad Schandau im Rahmen einer Festveranstaltung feierlich eröffnet. Der Aufbau des Nationalparkhauses wurde durch den Freistaat Sachsen und mit knapp fünf Millionen Mark durch die DBU gefördert. Träger und Betreiber des Nationalparkhauses ist die
Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt. "Seit dem 25. Oktober steht das Nationalparkhaus allen Einwohnern und Gästen der Region offen. Es ist täglich außer dienstags von 9 bis 20 Uhr geöffnet, der Eintritt ist bis Ende des Jahres frei", so Stiftungsdirektor Dietmar
Kammerschen.
Das Haus beherberge großzügige Ausstellungsbereiche mit einem großen Felsmodell, einer Dia- und Multivisionsshows sowie vielen Informationen zur Nationalparkregion Sächsisch - Böhmische Schweiz. So könne man anhand eines Computermodells die geologische Entwicklung des Elbsandsteingebirges nachvollziehen oder Details aus der Tierwelt des Nationalparkes erfahren. Auch der Frage nach den Zielen dieses Nationalparkes sowie der Nationalparkbewegung weltweit könne hier nachgegangen werden; es böten sich Möglichkeiten, mit anderen unterschiedliche Standpunkte zu diskutieren und Naturschutz auch als Chance für die Regionalentwicklung zu verstehen. Die Einflussnahme des Menschen, die über die Jahrhunderte zur heutigen, typischen Ausprägung der Landschaft geführt habe, werde anhand des Ausstellungsthemas "Arbeiten in der Kulturlandschaft" näher beleuchtet.
Kinder könnten sich im Haus mithilfe eines Maskottchens, dem Gartenschläfer oder "Bilch", selbst orientieren und ihre Spiel- und Informationsbereiche auf eigene Faust entdecken. Das Haus sei rollstuhlgerecht eingerichtet. Zweiter wichtiger Bestandteil des Hauses ist eine Begegnungs- und Bildungsstätte. DBU-Pressesprecher Franz-Georg
Elpers: "Mit breit gefächerten Veranstaltungsangeboten aus den Themenkreisen Naturschutz, nachhaltige Regionalentwicklung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik wendet sich die Begegnungs- und Bildungsstätte an Einwohner und Gäste der Region, um Grundinformationen und ei-ne positive Einstellung zum Natur- und Umweltschutz vermitteln zu können." Auch kulturelle Veranstaltungen werde es im fast 100 Plätze fassenden Saal des Hauses geben.
Ein integriertes Café und Restaurant mit wechselnden Angeboten aus biologischer und regionaler Produktion lade ebenfalls zum Besuch ein.