Gute Wünsche begleiten den Richtkranz des neuen Konferenz- und Ausstellungsgebäudes der DBU auf seinem Weg nach oben (v.l.): DBU-Kuratoren Prof. Dr. Peter Fritz, Wolfgang Gröbl, Prof. Dr. Wolfgang Engelhardt, Dr. Manfred Overhaus, Prof. Dr. Hans Tietmeyer, Carl-Ludwig Thiele, DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde, Zimmerermeister Helmut Lastring und Architekt Prof. Thomas Herzog.
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Prof. Dr. Hans Tietmeyer, Vorsitzender des DBU-Kuratoriums, wünschte für den weiteren Fortgang der Bauarbeiten zum Zentrum für Umweltkommunikation Architekten, Planern, Handwerkern und DBU-Mitarbeitern alles Gute.
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Betonte die Bedeutung qualifizierter Kommunikation für die Projekte der DBU: Kuratoriumsvorsitzender Prof. Dr. Hans Tietmeyer.
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Osnabrück. "Der Austausch von Wissen über die Umwelt zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und anderen öffentlichen und privaten Stellen ist eine unserer zentralen Aufgaben. Dafür werden wir mit dem neuen Zentrum für Umweltkommunikation ein Forum bieten, das es Fachleuten ermöglicht, unsere Förderarbeit kennen zu lernen und sich über die neuesten Entwicklungen in Umwelttechnik, -wissenschaft, -kommunikation und Naturschutz zu informieren." - Mit diesen Worten unterstrich am 22. November beim Richtfest in Osnabrück Prof. Dr. Hans Tietmeyer, Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Bedeutung eines neuen Konferenz- und Ausstellungsgebäudes, das im Herbst des nächsten Jahres seine Arbeit aufnehmen wird. 13 Millionen Mark investiert die DBU auf 3.000 Quadratmetern Grundrissfläche und 15.000 Kubikmetern umbautem Raum, um Umweltthemen zu vermitteln und selbst praktisch Möglichkeiten des ökologischen Bauens zu demonstrieren.
Allgemeinheit profitiert von Resultaten
Mit dem neuen Konferenzgebäude beabsichtige die Stiftung, die Ergebnisse aus rund 4.500 Projekten mit einer Fördersumme von mehr als 1,75 Milliarden Mark noch intensiver in die Öffentlichkeit zu verbreiten, als dies bisher möglich gewesen sei. Tietmeyer: "Die Umweltentlastung eines einzelnen Projektes kommt nur dann zum Tragen, wenn seine erfolgreichen Ergebnisse auch in einer breiten Öffentlichkeit oder Fachöffentlichkeit bekannt werden. Dadurch profitiert die Allgemeinheit von den Resultaten der einzelnen Vorhaben."
400 Quadratmeter Ausstellungsfläche
Neben den Veranstaltungen der Stiftung und ihrer Projektpartner zu den DBU-Themen würden auf einer 400 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche auch Beispiele aus der praktischen Stiftungsarbeit vorgestellt. Mit dem Gebäude selbst solle nicht nur eine hohe architektonische Qualität verwirklicht werden. Wie schon beim DBU-Verwaltungsgebäude wolle die Stiftung Möglichkeiten des ökologischen Bauens demonstrieren. Dabei solle der Kostenrahmen von 13 Millionen Mark eingehalten werden.
Neuartiges Membrandach
Die große öffentliche Aufmerksamkeit, die das DBU-Verwaltungsgebäude nicht nur bei Architekten gefunden habe, habe die DBU ermutigt, auch bei diesem Konferenzgebäude wieder neue Wege zu gehen. So setze die Stiftung eine neuartige Membrandachkonstruktion ein und betrete damit Neuland. Sie wolle anregen, über "Bauen mit Holz" nachzudenken, über den Einsatz eines Blockheizkraftwerks und die Nutzung regenerativer Energien durch Fotovoltaik.
Umweltfreundliches Blockheizkraftwerk
Unter der Betonbodenplatte des Gebäudes seien bereits die Kühlregister für eine neuartige Fußbodenheizung verlegt, die im Sommer umweltschonend für angenehme Temperaturen sorge, indem durch die Heizungsrohre mit Grundwasser gekühltes Wasser fließe. Daneben werde durch das Grundwasser bei Bedarf auch die Luft mechanisch gekühlt. Durch ein umweltfreundliches Blockheizkraftwerk würden künftig das Verwaltungsgebäude und der Neubau mit Energie versorgt. Das Regenwasser versickere schon jetzt durch ein Rigolensystem, das unter der befestigten Fläche im Außenbereich eingebaut wurde, ganz überwiegend auf dem Grundstück und bleibe dem natürlichen Wasserkreislauf erhalten.
Dank an Baukommission
Tietmeyer dankte dem planenden Architekten Prof. Thomas Herzog (München) und allen anderen Baubeteiligten sowie der Baukommission der Stiftung unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Engelhardt für ihre Arbeit, bevor Zimmerermeister Helmut Lastring von der Firma Holzbau Brüggemann (Neuenkirchen) mit seinem Richtspruch die Feierstunde beendete.