Wolfgang Gröbl, DBU-Kuratoriumsmitglied, überreicht das Bewilligungsschreiben an die Verantwortlichen der Solaroffensive Starnberg (v. l.: Mechthild Klein, Abteilungsleiterin Umweltschutz des Landratsamtes Starnberg, Wolfgang
Gröbl, Dr. Susanne Weizendörfer, ebenfalls Abteilungsleiterin
Umweltschutz, Landrat Heinrich Frey).
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Starnberg / Osnabrück. Über 1.700 Sonnenstunden im Jahr - diesen Standortvorteil möchte der Landkreis Starnberg mithilfe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, zukünftig noch mehr zugunsten einer umweltfreundlichen Energiegewinnung nutzen. STARSOLAR, die Solaroffensive des Landkreises richtet sich an das regionale Handwerk, Architekten, Bauherren und interessierte Bürger und soll diese über die Möglichkeiten der Solarenergie aufklären. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie habe man bereits im Jahr 2000 mit Informationsveranstaltungen zum Thema Solarthermie begonnen, 2001 habe der Landkreis das Programm auf die Fotovoltaik erweitert, so Landrat Heinrich Frey. Mithilfe der DBU-Förderung werde dieses Engagement verstärkt und ergänzt. So wolle der Landkreis seiner Rolle als lokales Vorbild gerecht werden, indem er auf dem Gebäude des Landratsamtes eine Fotovoltaikanlage errichtet hat. Wolfgang Gröbl, Mitglied des Kuratoriums der DBU und Staatssekretär a. D. überreichte am 13. März das Bewilligungsschreiben über 113.000 Euro an Frey.
Information für Privatbürger wichtig
"Um auf die aktuellen Fördermöglichkeiten aufmerksam zu machen, die gerade dem Privatmenschen die Installation einer Solaranlage erleichtert, bedarf es einer umfassenden Information", so Gröbl. Dies habe der Landkreis Starnberg erkannt und wolle nun mit Unterstützung der DBU eine gute Breitenwirkung durch weitere öffentlichkeitswirksame Maßnahmen erreichen. Der Schwerpunkt solle in diesem Jahr auf den Bereich Energie gelegt werden. Mithilfe einer Energie-Infomappe sowie mehreren Veranstaltungen würden die Landkreisbürger alles über energiesparendes Bauen und Modernisieren sowie finanzielle Hilfen erfahren. Eine landkreisspezifische Wanderausstellung zum Thema umweltfreundliche Energien solle erstellt und im Landratsamt, in Gemeinden, Schulen, Banken und auf Aktionstagen gezeigt werden, um so das Interesse der Bürger zu wecken. In einem Internet-Forum sollten zukünftig positive Beispiele aus dem Landkreis wie Solaranlagen oder Energiesparhäuser mit Erfahrungsberichten ihrer Bewohner, Ansprechpartnern und Beschreibungen für jeden Interessierten zugänglich sein. Angedacht sei weiterhin, eine monatliche "Energie-Sprechstunde" im Landratsamt abzuhalten. Natürlich sollten auch die bisherigen erfolgreichen STARSOLAR-Projekte "Solarthermie" und "Fotovoltaik" weitergeführt werden. "Mit unserer Fotovoltaik-Demonstrationsanlage und der zugehörigen Solar-Anzeigentafel wollen wir allen Besuchern des Amtes, aber auch den Spaziergängern und Badegästen den Nutzen der Sonnenenergie nahe bringen", so Frey. Zusätzlich neugierig machen solle ein solar betriebenes Anschauungsobjekt auf dem Gelände des Landratsamtes.