22.04.2002 | Mit Naturwanderungen ein bewussteres Umwelthandeln vermitteln

Landesverband Niedersachsen der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine bildet Führer im Schwerpunkt Nachhaltigkeit aus - Förderung 25.680 Euro

Verband der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine
Zu Gast in der DBU: der Verband der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine. 3. v. l. Renate Weber, Vizepräsidentin des Verbandes, 4. v. l. Fritz Brickwedde, DBU-Generalsekretär, 5. v. l. Christine Lieberknecht, Präsidentin des Thüringer Landtages und des Landesverbandes Thüringen, 6. v. l. Prof. Dr. Clemens Arkenstette, Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen.
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Osnabrück. Anlässlich der Tagung des Verbandes der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, übergab Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU, heute ein Bewilligungsschreiben über 25.680 Euro an Prof. Dr. Clemens Arkenstette, Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen. In Anwesenheit von Renate Weber, Vizepräsidentin des Verbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine, sowie Christine Lieberknecht, Präsidentin des Thüringer Landtages und Präsidentin des Landesverbandes Niedersachsen, hob Brickwedde lobend das Engagement des Verbandes für den Natur- und Umweltschutz hervor. "Allein im letzten Jahr brachten engagierte ehrenamtliche Mitarbeiter Ihrer Vereinigung zwei Millionen Menschen durch Wanderführungen die Belange der Natur näher", sagte Brickwedde. Mit dem von der DBU geförderten Projekt wolle der Landesverband Niedersachsen nun in Kooperation mit dem Land seine Wanderführer in den Schwerpunkten Nachhaltigkeit und lokale Agenda 21 fortbilden. "Ein erfolgreicher Weg zu umweltbewusstem Verhalten führt über das unmittelbare Naturerleben", so Brickwedde.

Wanderungen für Vermittlung von Umweltwissen nutzen

Daher sei es wichtig, das Interesse an Wanderführungen für die Vermittlung von praktischem Natur- und Umweltschutz im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu nutzen. "Nur wer die Natur erlebt, kann verstehen, wie wichtig es ist, sie in ihrer Einzigartigkeit zu bewahren", erläuterte Brickwedde. Gesetzliche Regelungen und Verordnungen zum Schutz der Natur würden eingehalten, wenn man den Wert der Natur für das eigene Leben begreife. In mehreren Seminaren, die Vorbildcharakter für spätere bundesweite Veranstaltungen besäßen, wolle man die Wanderführer durch Vorträge von Naturwissenschaftlern, Pädagogen sowie in Zusammenarbeit mit Umwelt- und Naturschutzverbänden aus- und weiterbilden. Am Ende dieser Ausbildung seien die Führer in der Lage, nicht nur ein Verständnis für die Schönheit der Natur zu vermitteln, sondern auch die Bedrohungen und Belastungen zu verdeutlichen, die für die Umwelt durch menschliches Fehlverhalten entstünden.

Multiplikatoreffekt von großer Bedeutung

Durch den Verband erreiche man Millionen von Wanderern, die durch fachlich qualifizierte Informationen in die Lage versetzt würden, die eigene Verantwortung zu erkennen und in praktisches Handeln umzusetzen. Die über viele Jahrzehnte gewachsenen Strukturen des Verbandes mit seinen 620.000 Mitgliedern und dem großen Engagement für den Natur- und Umweltschutz garantierten eine hohe Multiplikatorwirkung. Somit könne mit relativ kleinem Aufwand ein großer Dienst für die Belange der Natur geleistet werden.