05.09.1994 | Expo 2000 "Mensch - Natur - Technik": Bundesstiftung Umwelt mit von der Partie

Kuratorium der größten Umweltstiftung Europas gab "grünes Licht" für aktive Beteiligung

Hannover/Osnabrück. "Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (Osnabrück) will sich an der Expo 2000 'Mensch - Natur - Technik' in Hannover aktiv beteiligen und ihre fachliche Kompetenz einbringen. Sie will damit ein Stück weit dazu beitragen, daß die große Vision der Weltausstellung Wirklichkeit wird, globales Forum zu sein für innovative Lösungsansätze und Zukunftsstrategien, die Ökonomie und Ökologie in Einklang bringen." - Dieses Fazit zog Generalsekretär Fritz Brickwedde, nachdem das Kuratorium der größten Umweltstiftung Europas unter Vorsitz von Bundesbankpräsident Dr. Hans Tietmeyer am Wochenende ein entsprechendes Votum abgegeben hatte.

In der nächsten Zeit werde es für die Expo-Gesellschaft nun darum gehen, die konzeptionellen Grundgedanken dieser Weltausstellung zu konkretisieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Stiftung weiter. Hierzu würden die Organisatoren Fachbeiräte bilden, die die zentralen Zukunftsfragen der Menschheit an der Schwelle zum 21. Jahrhundert plausibel aufzubereiten und ansprechend auszugestalten hätten. Auch Arbeitskreise würden entstehen, die die fachliche Unterstützung der Vertragspartner der Weltausstellung gewährleisten sollten. Aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz in den Bereichen Umwelttechnik, -forschung und -bildung sei die Stiftung bereit, hier beratend tätig zu werden und sich auch selbst an diesen Gremien zu beteiligen, um damit zum Gelingen nach ihren Möglichkeiten beizutragen.

Vorgesehen sei es auch, aus dem breiten Fächer von Stiftungsprojekten einzelne auszuwählen und damit den Themenpark der Weltausstellung mitzugestalten, der als inhaltlicher Kern der Weltausstellung den Besuchern die Leitthemen nahebringen soll.

Auch bei der Konzeptionierung und Projektierung der Expo-Siedlung, die mit ihren geplanten 2.500 Wohnungen selbst ein städtebauliches Beispiel für Energieeffizienz und Klimaschutz darstellen soll, könne sich die Stiftung eine fördernde und beratende Unterstützung sehr gut vorstellen, die aus der eigenen Erfahrung und der Erfahrung der bis dahin sicher mehreren tausend Projektpartner resultiert.

Schließlich: Mit der Verleihung der Deutschen Umweltpreises, des mit einer Million höchstdotierten Umweltpreises Europas, im Jahr 2000 in Hannover werde die Stiftung ein weiteres Zeichen setzen für den Wert, den sie der Weltausstellung in Hannover beimesse.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt wurde im Jahr 1990 in breitem politischen Konsens gegründet und nahm am 1. März 1991 ihre Arbeit auf. Mit dem Stiftungskapital in Höhe von rund 2,5 Milliarden Mark gehört sie zu den größten Stiftungen Europas und ist die größte Umweltstiftung Europas. Die Erträge aus dem Stiftungsvermögen - jährlich über 150 Millionen Mark - stehen für die Projektförderung zur Verfügung. Seit Stiftungsgründung wurden über 950 Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 550 Millionen Mark gefördert.