Osnabrück. Neues Führungsteam um Generalsekretär Fritz Brickwedde (52) bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück! Nachdem Edgar Vedder (50), Leiter der Verwaltungsabteilung und Stellvertreter Brickweddes, die Stiftung mit Ende des Jahres verlassen wird, kommen auf Dr. Willi Real (60), Michael Dittrich (39) und Josef Feldmann (46) neue Aufgaben zu. Real, Leiter der Abteilung Umweltkommunikation, übernimmt zusätzlich das Amt des Vize-Generalsekretärs; Dittrich, bisher Leiter des Büros des Generalsekretärs, wechselt als Chef in die Verwaltungsabteilung; Feldmann, Justiziar der Stiftung, wird gleichzeitig Leiter der Stabsabteilung.
"Mit dieser neuen Struktur ist sicher gestellt, dass sich die Arbeit der Stiftung auch weiterhin positiv entwickeln wird," betonte Brickwedde heute vor Journalisten in Osnabrück. Bei Real, Dittrich und Feldmann handele es sich um erfahrene Mitarbeiter, die die Aufbauarbeit der Stiftung, die im kommenden Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert, von der Pike auf mitgestaltet hätten.
Der in Gelsenkirchen geborene und in Dinklage lebende Dr. Real kam bereits im ersten Stiftungsjahr 1991 zur DBU. Nach dem Studium der Fächer Latein, Griechisch, Geschichte, klassische Archäologie, Kunstgeschichte und Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster arbeitete er dort zunächst als Wissenschaftlicher Assistent am archäologischen Institut. Gleichzeitig gehörte er 15 Jahre lang zum Expertenteam der deutschen Ausgrabungen im türkischen Milet. Später wurde er pädagogischer Mitarbeiter, dann stellvertretender Direktor der Katholischen Akademie Kardinal-von-Galen in Cloppenburg. Vor seinem Wechsel zur Stiftung arbeitete er im Niedersächsischen Umweltministerium als Leiter des Referates für Umweltbewusstseinsbildung, Öffentlichkeitsarbeit, Umwelterziehung und -bildung. Seine inhaltlichen Schwerpunkte in der Stiftung bilden die Umweltkommunikation sowie die Bewahrung des nationalen Kulturgutes vor Umweltschäden.
Gebürtiger Osnabrücker ist der neue Verwaltungschef der Stiftung, Rechtsanwalt Michael Dittrich, der den Aufbau der größten Umweltstiftung Europas vom ersten Tag an begleitet hat. Er studierte in Osnabrück und Göttingen Rechtswissenschaften mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt und war Referendar am Oberlandesgericht Oldenburg. Als Freier Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks (NDR) produzierte er studienbegleitend von 1985 bis 1991 Hörfunk- und Fernsehbeiträge vor allem aus der Region Osnabrück-Emsland. In der Stiftung war er bislang auch verantwortlich für die eigenen Bauvorhaben und den Aufbau des Zentrums für Umweltkommunikation (ZUK), der gemeinnützigen Tochter der Stiftung.
Rechtsanwalt ist auch der neue Leiter der Stabsabteilung, Josef Feldmann, der im westfälischen Ochtrup lebt und seit 1991 Justiziar der Stiftung ist. Feldmann studierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster Rechtswissenschaften. Im Niedersächsischen Landesdienst arbeitete er als Rechtsdezernent im Amt für Agrarstruktur in Sulingen, Lüneburg und Osnabrück und bei der Bezirksregierung Hannover sowie im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten in Bonn. Sein weiterer beruflicher Weg führte ihn in das Kabinettsreferat des Niedersächsischen Umweltministeriums, wo er 1991 als Regierungsdirektor ausschied, um DBU-Justiziar zu werden.
Die DBU gehört mit einem Vermögen von 3,2 Milliarden Mark zu den größten Stiftungen Europas. Sie unterstützte bisher ca. 4.000 Projekte mit einem Fördervolumen von 1,6 Milliarden Mark. Inhaltliche Schwerpunkte bilden Innovationen in der Umwelttechnik, -forschung und -kommunikation.