25.11.1999 | Umweltschutz-technische Assistenten:Stiftung ebnete Weg in die Arbeitswelt

Zwischenbilanz eines Modellprojektes an den Berufsbildenden Schulen II in Leer positiv - Experten-Arbeitskreis zur Optimierung der Inhalte tagte

Osnabrück. "Der Weg in die Arbeitswelt war schwer. Aber die Erfahrungen der Unternehmen mit den umweltschutz-technischen Assistenten waren so gut, dass nun auch erste Arbeitsverträge außerhalb des Förderprogramms abgeschlossen wurden." - Mit diesen Worten brachte heute in Leer Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, seine Freude über die ersten positiven Signale eines neuen Ausbildungsangebots der Berufsbildenden Schulen II in Leer zum Ausdruck. Mit finanzieller Unterstützung der Stiftung von fast 200.000 Mark war es gelungen, für junge Menschen aus einem anfangs in der Region eher unbekannten Programm neue Berufsperspektiven zu entwickeln. Koordinator Wilfried Steenblock: "Mit Hilfe der Stiftung konnten wir die ersten Absolventen in den Unternehmen unterbringen und so in der Region diesen neuen Ausbildungszweig etablieren."

Seit dem 1. August 1996 werden an den Berufsbildenden Schulen II Leer umweltschutz-technische Assistenten (UTA) ausgebildet. Als naturwissenschaftlich qualifizierte Mitarbeiter sollen sie mit anderen Fachleuten in Instituten, Ingenieurbüros oder in Produktionsbetrieben umweltschutztechnische Verantwortung für verfahrens- und messtechnische Arbeiten übernehmen.

Sie kennen nicht nur die umwelttechnischen Anlagen, sie kontrollieren auch Messstellen, werten Messergebnisse aus, nehmen Proben und untersuchen sie instrumentell-analytisch. Darüber hinaus wenden sie die einschlägigen Gesetze, Rechtsvorschriften und Regelwerke des Umweltschutzes an, um betriebliche Entscheidungen vorzubereiten.

Erst mit Hilfe der Umweltstiftung sei es dem Landkreis Leer möglich gewesen, so Steenblock, ein Programm aufzulegen, um arbeitssuchende Absolventen dieses Ausbildungsganges in Unternehmen der Region für ein Jahr zu beschäftigen. Die Unternehmen sollten das Berufsbild kennen lernen und in ihrer zukünftigen Personalplanung berücksichtigen. Mit der gleichzeitig stattfindenden pädagogischen Betreuung und den durchgeführten Veranstaltungen habe aber auch ein Erfahrungsaustausch zwischen den Unternehmen und der Schule ermöglicht werden können.

Die Erfahrungen der ersten Unternehmen seien überwiegend gut. Um die Ausbildungsinhalte noch besser den Bedürfnissen der niedersächsischen Wirtschaft anzupassen und damit die Berufsaussichten weiter zu verbessern, habe heute nun in der Schule ein Arbeitskreis aus Wirtschafts-, Verwaltungs-, Wissenschafts- und Politik-Experten getagt.