Berlin. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (Osnabrück), die in der Umwelttechnik, -forschung und -kommunikation dazu "anstiften" will, zukunftsweisende, neue, umweltschonende Wege einzuschlagen, ist in ihrem Bemühen im Jahr 1999 wieder einen Schritt nach vorn gekommen. Wie ihr Generalsekretär Fritz Brickwedde bei der Vorlage des Jahresberichtes 1999 heute vor Journalisten in Berlin betonte, bewilligte sie im Vorjahr 142 Millionen Mark für 424 Projekte. Insgesamt hat die Stiftung seit Aufnahme ihrer Fördertätigkeit am 1. März 1991 bis heute rund 3.700 Projekte mit einer Summe von über 1,6 Milliarden Mark gefördert. Brickwedde: "Durch die Förderung innovativer Modellprojekte konnte die Stiftung einen wichtigen Beitrag zur Umweltentlastung leisten."
Brickwedde betonte vor Journalisten in Potsdam die historisch und kunsthistorisch zentrale Bedeutung Potsdams. Ihre Kulturlandschaft spiegele als eingetragenes Weltkulturerbe der UNESCO die Geschichte des Preußentums wider. Geprägt seien die Bauwerke von einer Vielfalt des verwendeten Gesteins. Seit Jahrzehnten werde versucht, verwitterte Gesteinspartien zu festigen. Doch gelungen sei es nicht, Schadstoffe gerade aus dem innerstädtischen Straßenverkehr oder dem schwefelhaltigen Hausbrand vergangener Zeiten von einem weiteren Eindringen in die Gesteinssubstanz abzuhalten. Ein tragendes Konservierungs- und Restaurierungskonzept sei nicht gefunden worden.
1.771 Anträge seien bei der Umweltstiftung im Vorjahr eingegangen. Von den 424 geförderten Projekten entfielen über 30 Prozent auf die ostdeutschen Bundesländer. Insgesamt liege ihr Förderanteil seit Aufnahme der Fördertätigkeit zum Ende des Vorjahres bei 46 Prozent.
Schlüssele man die bewilligten Projekte nach den Empfängern auf, werde deutlich, dass im Jahr 1999 erneut die kleinen und mittleren Unternehmen mit 40 Prozent die größte Gruppe bildeten. Sie hätten mit ihren Projekten vornehmlich aus dem produktionsintegrierten Umweltschutz insgesamt bisher mit über einer Milliarde Mark von der größten Umweltstiftung Europas profitiert. Ein Fünftel der Projekte des vergangenen Jahres stamme aus dem Bereich Forschungsinstitute/Universitäten - in der Regel im Verbund mit Unternehmen - und mehr als ein Drittel aus dem Bereich gemeinnütziger und kirchlicher Vereine und Institutionen.
Zum siebtenmal habe die Stiftung auch ihren mit einer Million Mark höchstdotierten Umweltpreis Europas vergeben, den Deutschen Umweltpreis. 1999 wurden der Bionik-Professor Dr. Wilhelm Barthlott (Bonn) und der Wattenscheider Textil-Unternehmer Klaus Steilmann in Weimar ausgezeichnet.
Der Jahresbericht kann (auch als CD-Rom) bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, 49090 Osnabrück, An der Bornau 2, Telefon 0541/9633-0, Fax 0541/9633-190, kostenlos bestellt werden.