23.03.1999 | "Eine Solaranlage auf dem Dach muß schicker sein als ein Geländewagen in der Garage"

Deutsche Bundesstiftung Umwelt: über 32 Millionen Mark für Sonnenenergie - "Solarkampagne 2000" soll Pioniergeist wecken

Osnabrück / Frankfurt. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, hat für die Zukunft der Sonnenenergie bislang über 32 Millionen Mark ausgegeben. "Eine Solaranlage auf dem Dach muß einfach schicker sein als ein Geländewagen in der Garage," betonte heute in Osnabrück der Generalsekretär der Stiftung, Fritz Brickwedde. Anlaß war die Solarkampagne 2000 "Solar - na klar", die morgen auf der Internationalen Fachmesse Sanitär, Heizung, Klima in Frankfurt eröffnet wird. Mit der Kampagne sollen jährlich 400.000 Quadratmeter Sonnenkollektoren auf Deutschlands Dächern errichtet werden, 125.000 neue Arbeitsplätze bis zum Jahr 2010 entstehen. Mit vier Millionen Mark leistet die Stiftung den größten Einzelbeitrag für diese Aktion.

Die "Solarkampagne 2000" werde die Bereitschaft zu einer stärkeren Sonnenenergienutzung steigern; sie werde Pioniergeist wecken in einschlägigen Berufssparten, die erstmals komplett zusammengebunden seien. Sie werde die Beratungskompetenz erhöhen und Fördermöglichkeiten darstellen.

Auch auf andere Förderbeispiele ging Brickwedde ein, mit denen die Stiftung die Sonnenergie mit Millionenbeträgen unterstützt: Ein Programm für Bildungseinrichtungen mit dem Schwerpunkt berufliche Qualifizierung, ein Programm für kleine Modellanlagen in allgemeinbildenden Schulen und ein Programm, durch das auf den Dächern mehrerer hundert kirchlicher Einrichtungen Vorzeigeanlagen entstehen.

Handwerkern und Architekten wolle die Stiftung verstärkt die Nutzung der Sonnenenergie nahe bringen wie auch das energiesparende Bauen. Durch Modellverfahren müsse die Sonne als Stromquelle architektonisch stärker genutzt werden. Um solaren Nahwärmekonzepten auf die Sprünge zu helfen, habe die Stiftung Behälterbauer sowie kleine kommunale Versorgungsunternehmen im Auge.

Die Stiftung habe seit 1991 über 100 Millionen Mark ausgegeben für erneuerbare Energien habe. Über 750 Vorhaben mit über 450 Millionen Mark seien direkt und indirekt Klimaschutzprojekte.