Osnabrück. "Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat von 1991 bis heute über 700 Projekte zum Klimaschutz mit einer Fördersumme von ca. 400 Millionen Mark unterstützt." Das erklärte der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Fritz Brickwedde, anläßlich der Konferenz zur Klimarahmenkonvention, die z. Z. in Kyoto stattfindet. Deutschland wolle bis 2005 die Abgabe von Treibhausgasen um 25 % reduzieren. Um zu diesem Ziel einen Beitrag zu leisten, werde der Klimaschutz ein bedeutender Schwerpunkt der Umweltstiftung bleiben, betonte Brickwedde bei der Vorstellung einer Stiftungspublikation "Klimaschutz - eine Investition in die Zukunft". In der Broschüre äußern sich Prominente zum Klimaschutz und werden Projektbeispiele vorgestellt.
Die Förderschwerpunkte im Klimaschutz sollen in den nächsten Jahren in den Bereichen rationelle Energieverwendung, Kältetechnik, Bauwesen, regenerative Energien sowie in der Bildung und Beratung liegen. So entspreche der Stromverbrauch der Stand-by-Schaltungen in Kleingeräten dem der Stadt Berlin. Energieverbrauch und damit Klimabelastung könne durch technologische Weiterentwicklung ebenso reduziert werden wie durch einen umweltbewußten Umgang der Nutzer mit der Technik. Die Umweltstiftung werde im Bereich mittelständischer Unternehmen die Entwicklung energiesparender Produkte und Verfahren ebenso fördern wie Maßnahmen zur Reduzierung des verhaltensbedingten Energieverbrauchs.
Etwa ein Drittel des deutschen Primärenergieverbrauchs entfalle auf die Gebäudebeheizung und Warmwasserbereitung. Auch hier gehe es um die Nutzung großer Energieeinsparpotentiale durch Optimierung von Bauplanung und -ausführung sowie durch ein umweltfreundlicheres Nutzerverhalten.
Zusätzlich zu Forschungs- und Demonstrationsvorhaben im Bereich der regenerativen Energien in Deutschland werde die Umweltstiftung sich an der Erschließung des hohen Potentials zur Nutzung regenerativer Energien in den osteuropäischen Nachbarländern engagieren. Durch Technologie- und Wissenstransfer solle ein verstärkter Einsatz regenerativer Energien in diesen Ländern durch die Demonstration geeigneter Technologien gefördert werden. Hier könnten mit vergleichsweise geringem finanziellen Einsatz erhebliche Kohlendioxid-Minderungspotentiale erschlossen werden.
Eine wichtige Zielgruppe der Umweltstiftung seien Handwerker und Architekten. Hier solle durch Schulungs- und Beratungsangebote zum energiesparenden Bauen sowie zur Nutzung regenerativer Energiequellen ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.
Die Neue Broschüre "Klimaschutz - Eine Investition in die Zukunft" kann bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, An der Bornau 2, 49090 Osnabrück, Telefon 0541/9633-411, Fax 0541/9633-194, kostenlos angefordert werden.