Auerstedt / Osnabrück. "Wir freuen uns mit dem Bundesland Thüringen, daß nun 14 weltweite, komplex angelegte Projekte für die Weltausstellung im Jahr 2000 registriert werden. Wir freuen uns deshalb besonders, weil auch die Arbeit der Umweltstiftung eine wesentliche Basis dafür bildet. Das zeigt exemplarisch, daß unser Tun eine Eigendynamik entwickelt und weit über die ursprünglichen Zielsetzungen hinaus Menschen ermutigt, ihre Zukunft aktiv und umweltverträglich zu gestalten." - Mit diesen Worten begrüßte Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, heute die auf Schloß Auerstedt in Auerstedt in der Nähe von Apolda bekanntgegebene Entscheidung der EXPO-Gesellschaft, im Bundesland Thüringen 14 Projekte als weltweite Projekte der Weltausstellung im Jahr 2000 zu registrieren, von denen fünf maßgeblich von der Stiftung unterstützt wurden.
In einer Pressemitteilung betont der Generalsekretär der größten Umweltstiftung Europas, die thematische Ausrichtung der ersten Weltausstellung in Deutschland mit dem Titel "Mensch - Natur - Technik" und die Zielsetzungen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt stimmten in vielen Punkten überein. Die EXPO sei nicht als einmaliges Ereignis im Jahr 2000 anzusehen. Sie fordere vielmehr die Menschen in Kommunen, Unternehmen, Verbänden, Institutionen und Nationen auf, sich den demographischen, ökonomischen, ökologischen, technischen und sozialen Herausforderungen der Zeit ständig neu zu stellen.
Auch die Umweltstiftung fühle sich diesem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung mit seiner Forderung nach ökologischer, ökonomischer und sozialer Gerechtigkeit verpflichtet und fördere die Entwicklung neuer, umweltentlastender Produkte und Produktionsverfahren durch Umweltpioniere sowie eine Steigerung des Umweltbewußtseins der Menschen mit dem Ziel von Verhaltensänderungen. In den sechseinhalb Jahren ihres Bestehens habe die Stiftung so rund 2.500 Projekte mit einem Volumen von rund 1,2 Milliarden Mark gefördert. Deshalb sei es "nur konsequent" gewesen, so Brickwedde, daß sich die Umweltstiftung auch in die EXPO 2000 einbringe, indem sie sich etwa am Umwelt-Themenpark beteiligen werde.
Besonders begrüßt werde von der Stiftung aber, daß mit den weltweiten EXPO-Projekten erstmalig in der 150jährigen Geschichte von Weltausstellungen das Präsentationsangebot nicht auf ein zentrales Gelände beschränkt bleibe. So könnten reale Vorhaben und Beispiele gezeigt werden, die es, so Brickwedde, "jenseits der künstlichen Welt der EXPO tatsächlich gibt und die ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Belange und Bedürfnisse des Menschen berücksichtigen". Der langfristig angelegte Auswahlprozeß für die weltweiten Projekte beinhalte dabei die große Chance, daß bereits im Vorfeld der Weltausstellung über zukunftsfähige Entwicklungen und sinnvolle Projekte diskutiert werde.
Viele Projektpartner der Deutschen Bundesstiftung Umwelt seien nun angetreten, sich dem Wettbewerb der guten Ideen im Rahmen der weltweiten Projekte der EXPO 2000 zu stellen. Projekte und Projektträger verbinde mit der Umweltstiftung das zentrale Anliegen, die Entwicklung neuer, umweltentlastender und in der Regel produktionsintegrierter Technologien voranzutreiben und das Umweltbewußtsein der Menschen durch Maßnahmen der Umweltbildung zu fördern. Mit dem Bemühen, als EXPO-Projekt registriert zu werden, nutzten sie die Chance, so Brickwedde, "die Botschaft weltweit zu exportieren, daß durch innovativen Umweltschutz die Zukunft nachfolgender Generationen nachhaltig gesichert wird. Gleichzeitig geben sie Impulse für die Entwicklung eines komplex angelegten weltweiten Projektes in der Region. Damit kann die Weltausstellung mehr sein als nur eine zeitlich und örtlich eingegrenzte Veranstaltung im Jahr 2000."
Hinweis an die Redaktionen: Im Bundesland Thüringen wurden folgende Projekte als weltweite EXPO-Projekte registriert, an denen die Deutsche Bundesstiftung Umwelt mit Teilprojekten beteiligt ist:
Für weitere Rückfragen zu diesen Projekten steht Ihnen die EXPO-Beauftragte der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Doris Kaiser, Telefon 0391/7362921, Telefax 0391/7362929, zur Verfügung. Bei ihr sind auch Kurzbeschreibungen der Teilprojekte der Umweltstiftung erhältlich.