30.04.1997 | Umweltstiftungen bündeln Energien: Gemeinsames Handeln neue Strategie

Bundesverband Deutscher Stiftungen gründet neuen Arbeitskreis "Umwelt, Natur- und Landschaftsschutz" - Erste Sitzung in Osnabrück

Osnabrück. Premiere im Rahmen der Jahrestagung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen am 22. und 23. Mai in Osnabrück: erstmals wird der neue Arbeitskreis "Umwelt, Natur- und Landschaftsschutz" seine Arbeit aufnehmen. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, die im Umwelt-, Landschafts- und Naturschutz tätigen Stiftungen in Deutschland enger zu verzahnen, sich gegenseitig zu helfen und mittelfristig auch gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen. Initiiert wurde dieser neue Arbeitskreis von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, und ihrem Generalsekretär Fritz Brickwedde, der Beiratsmitglied im Bundesverband ist und den Kreis auch leiten wird. Brickwedde: "Mit der Einrichtung dieses Arbeitskreises wird der gestiegenen Bedeutung des Umweltschutzes auch im Stiftungsbereich Rechnung getragen."

Die Einladungen zu zwei Vorbereitungstreffen auf die konstituierende Sitzung des neuen Gremiums seien auf ausgesprochen positive Resonanz gestoßen, betonte Brickwedde heute in Osnabrück. Über 20 der 60 Stiftungen, die sich im Bundesverband Deutscher Stiftungen der Gruppe "Umwelt, Natur- und Landschaftsschutz" zuordnen, hätten spontan ihr Interesse und ihre Bereitschaft zur Mitarbeit in dem neuen Kreis erklärt. Dazu gehörten neben der Deutschen Bundesstiftung Umwelt namhafte Stiftungen wie die Umweltstiftung WWF Deutschland, die Allianz Stiftung zum Schutz der Umwelt, die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, die Schweisfurth-Stiftung oder die Stiftung Ökologie & Landbau.

Das Programm der ersten Arbeitskreissitzung am 22. Mai von 11 bis 14 Uhr in der Stadthalle Osnabrück sieht ein Referat über den Beitrag deutscher Stiftungen für eine nachhaltige Entwicklung von Professor Dr. Wolfgang Haber (München) vor, der im Jahr 1993 mit dem mit einer Million Mark höchstdotierten Umweltpreis Europas, dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, ausgezeichnet worden war. Detlef von Livonius, Kuratoriumsmitglied der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, und Dr. Georg Schwede, Geschäftsführer Naturschutz und Öffentlichkeitsarbeit der Umweltstiftung WWF Deutschland, werden anschließend bedeutende Stiftungsprojekte vorstellen, bevor in Diskussionen Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit des neuen Kreises diskutiert werden sollen.

Bisher arbeiten im Bundesverband Deutscher Stiftungen die Arbeitskreise "Steuer- und Wirtschaftsfragen", "Kommunal- und Grundstücksrecht", "Sozialstiftungen", "Kirchliche Stiftungen", "Bildung und Ausbildung", "Kulturfördernde Stiftungen" sowie "Wissenschaftsfördernde Stiftungen".