v. l. n. r.: Günter Hübner, Geschäftsführer der WSG, Joachim Kellermann von Schele, Vorsitzender der WSG, Frank Brinker, Inhaber der Sägewerk Schelenburg GmbH & Co. KG, vorne sitzend: Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU
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Osnabrück. Auslöser der Aktion war eine Eröffnungsfeier in Osnabrück, in deren Verlauf Plastikstühle unter dem Gewicht der Gäste zusammenbrachen. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) kommentierte diese "Zusammenbrüche" damals trocken: "Hätten Sie auf Holz gebaut, wäre Ihnen das nicht passiert!" Auch im neuen Verwaltungsgebäude der DBU, in dem im Herbst das Zentrum für Umweltkommunikation gGmbh (ZUK) seine Arbeit aufnehmen wird, seien die wesentlichen statischen Elemente aus Holz gefertigt. "Holz ist baubiologisch unproblematischer als industriell erzeugte Alternativen aus Stahl oder Beton", sagte Joachim Kellermann von Schele, Vorsitzender der Waldschutzgenossenschaft Schledehausen (WSG).
Frank Brinker, Inhaber der Sägewerk Schelenburg GmbH & Co. KG, der den Sessel für Brickwedde eigenhändig gebaut hatte, und Günter Hübner, Geschäftsführer der WSG, wiesen auf die Bedeutung der Forstwirtschaft für die Region Osnabrück hin. Die WSG habe sich dem Grundsatz verschrieben, ihr Holz regional zu verkaufen. "Lange Transportwege werden so vermieden und die Wertschöpfung aus dem Produkt verbleibt in der Region", erläuterte Brinker. Zudem seien holzverarbeitende Betriebe vorbildlich in ihrer Abfallbilanz: "Holz wird in unseren Betrieben restlos und damit abfallfrei verarbeitet. Auch Nebenprodukte wie Späne oder Rinde finden Verwendung als Spanplatten und Rindenmulch." 400 Waldbesitzer hätten sich mittlerweile der WSG angeschlossen, um Interessen zu bündeln und das Verständnis der Öffentlichkeit für die Forstwirtschaft gemeinsam voranzutreiben. Der Sessel aus Holz wird im Park der Deutschen Bundesstiftung Umwelt den Besuchern zur Verfügung stehen und für den umweltfreundlichen, nachwachsenden Rohstoff Holz werben.