Ein Bild aus besseren Zeiten von der Einweihung des Nationalparkhauses Sächsische Schweiz am 24. Oktober in Bad Schandau. Das Hochwasser hat hier massive Schäden produziert.
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Hilfsaktionen der DBU angekündigt: Kuratoriumsvorsitzender Prof. Dr. Hans Tietmeyer.
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Osnabrück. "In den elfeinhalb Jahren unseres Bestehens haben wir in den von der Hochwasserkatastrophe besonders betroffenen Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt 860 Projekte mit 184 Millionen Euro unterstützt. Unternehmen, Hochschulen, Umwelt- und Naturschutzverbände haben mit unglaublichem Engagement Umweltperspektiven für den Osten Deutschlands entwickelt. Wir werden diese Menschen nicht im Stich lassen und im Rahmen unseres Stiftungszwecks Wege finden zu helfen." - Mit diesen Worten äußerte sich heute Prof. Dr. Hans Tietmeyer, Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, zu den Möglichkeiten der größten Umweltstiftung Europas, angesichts der aktuellen Notlage in Ostdeutschland einen Beitrag zum ökologischen Wiederaufbau zu leisten.
Bestandsaufnahme der Schäden
Der Generalsekretär der Stiftung, Fritz Brickwedde, informierte, dass die wissenschaftlichen Mitarbeiter der DBU in den Bereichen Umwelttechnik, -forschung und -kommunikation sowie Kultur- und Naturschutz eine Bestandsaufnahme der Schäden an geförderten Projekten machten, die entlang der Schneise der Verwüstung entstanden sind. Diese Arbeit laufe zurzeit noch, da in den ersten Tagen eine telefonische Kontaktaufnahme nicht oder nur schwer möglich gewesen sei. Tietmeyer betonte, dass das Kuratorium in der nächsten Sitzung über Hilfsmaßnahmen entscheiden werde.
Profil der DBU
Die DBU nahm am 1. März 1991 in Osnabrück ihre Fördertätigkeit auf. Entstanden war sie aus dem Privatisierungserlös der Salzgitter AG von 1,3 Milliarden Euro (Stiftungskapital heute über 1,6 Milliarden Euro). Sie fördert die Kreativität kleiner und mittlerer Unternehmen bei der praktischen Lösung von Umweltproblemen und setzt durch die Förderung umwelt- und gesundheitsfreundlicher Produkte und Produktionsverfahren auf einen vorbeugenden Umweltschutz. Sie unterstützt den Austausch von Wissen über die Umwelt. Modellhaft werden auch national wertvolle Kulturgüter im Hinblick auf schädliche Umwelteinflüsse bewahrt und gesichert. Auch Naturschutzvorhaben fördert sie, die Lebensräume oder wildlebende Arten schützen sowie einer natürlichen, standortspezifischen, genetischen Vielfalt und einer nachhaltigen Nutzung von Arten und Ökosystemen dienen. Bisher wurden knapp 5.000 Projekte mit 954 Millionen Euro gefördert.