02.04.1996 | "Stadtökologie in szenarischer Darstellung"

Neue Dauerausstellung im Osnabrücker Museum am Schölerberg

Osnabrück. Um die Wechselwirkung von Stadt und Natur begreifbar zu machen, hat sich das Museum am Schölerberg in Osnabrück , ein Regionalmuseum für Natur und Umwelt mit ökologischer Zielsetzung, etwas Besonderes einfallen lassen. In einer neuen Dauerausstellung wird das "künstliche Ökosystem Stadt" szenarisch dargestellt, erfährt der Besucher etwa in einem Themenschwerpunkt mehr über Fließgewässer am Beispiel der Hase. Das Ganze steht unter dem Motto: Lebensraum Stadt - Stadtökologie am Beispiel von Osnabrück. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der in Osnabrück ansässigen Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Eröffnet wird sie am Donnerstag, 2. Mai, 18.00 Uhr.

Auch wenn die Ausstellung sich an den Bedingungen in der Stadt Osnabrück orientiert, so liefert sie doch Informationen von überregionaler Bedeutung, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Stadt und Stiftung. Stadtökologie präsentiert sich nicht im naturkundlich-systematischen Sinne, sondern in Gestalt einer anregenden, inszenatorisch gemachten Ausstellung mit vielen überraschenden Aspekten. Die Besucher fungieren nicht als außenstehende Betrachter. Sie begehen statt dessen das Bühnenbild und haben dadurch die Möglichkeit, die Ausstellung zu erleben und auch selbst aktiv zu werden. Da sind Klappen zu öffnen, hinter denen sich Informationen verstecken, ein Blick durchs Fenster eröffnet neue Perspektiven und im "Planungsbüro" können Schulklassen ihre eigene Wunschstadt am Zeichentisch planen.

Bühnenbilder eines alten Wehrturmes oder eines Abrißhauses verdeutlichen, wie solche alten Gemäuer von der Natur erobert werden, wenn die Versorgungsleitungen wie Gas, Wasser und Strom unterbrochen sind und der Mensch nicht mehr pflegerisch eingreift. Auch sozialpolitische Umweltaspekte wie Abfall- und Abwasserproblematik und Energieversorgung werden aufgegriffen und in den Schaufenstern des Arkadenganges eindrucksvoll verdeutlicht. Die Besucher sollen zum Nachdenken über ihr eigenes Naturverständnis angeregt werden.

So gibt die Ausstellung beispielsweise auch Anregungen, wie auch im privaten Bereich Umweltschutz betrieben werden kann. Das Museum möchte möglichst viele Besucher erreichen. Zum Konzept gehört deshalb, die Informationen zu dosieren. Bereichstexte am Objekt sind kurz und leicht verständlich gefaßt. Großbücher laden ein, sich noch intensiver mit den Themen zu beschäftigen.

An die Redaktionen: Weitere Informationen erhalten Sie bei Detlef Gehrs, Telefon (0541) 5 60 03-45, Fax (0541) 5 60 03-37, Museum am Schölerberg, Natur und Umwelt - Planetarium, Am Schölerberg 8, 40982 Osnabrück.