Markranstädt/Osnabrück. Jedes Papier hat seine Stärken. Dieser Stoff wird ihm bei der Herstellung zugesetzt. War belastetes Abwasser bisher eine Folgeerscheinung der Stärkeproduktion, soll dies mit einem neuen Verfahren der Ceresan GmbH (Markranstädt/Sachsen) vorbei sein. Das Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, unter Vorsitz von Bundesbankpräsident Dr. Hans Tietmeyer beschloß, die Entwicklung verschiedenster Einsatzmöglichkeiten neuen Verfahrens über den Papierbereich hinaus mit mehr als 2,5 Millionen Mark zu fördern. "Große Umweltprobleme, die bei der herkömmlichen Gewinnung von Stärken auftraten, lassen sich nun deutlich reduzieren, weil das neue Produkt abwasserfrei hergestellt wird", erläutert Generalsekretär Fritz Brickwedde das Projekt.
Vor allem die Papierindustrie sei ein wesentlicher Anwendungsbereich des neuen Verfahrens. Auch in der Baustoffindustrie gebe es große Einsatzpotentiale, beispielsweise bei der Herstellung von Gipskartonplatten. In den ersten Versuchen haben die neuen Produkte nach Angaben von Europas größter Umweltstiftung sehr gute Ergebnisse gezeigt. Zum Teil seien die Produkteigenschaften sogar besser als bei den herkömmlichen Stärkeprodukten für die Industrie.