Eintrag in das Gästebuch der Stiftung (v.l.): DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde, Bundespräsident Johannes Rau, Osnabrücks Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip.
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DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde (r.) und DBU-Abteilungsleiter Michael Dittrich (l.) stellten Bundespräsident Johannes Rau das bauökologische Konzept des Zentrums für Umweltkommunikation der DBU vor.
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DBU-Verwaltungschef Michael Dittrich (2.v.l.) und DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde (r.) erläuterten Bundespräsident Johannes Rau auch das inhaltliche Konzept der DBU-"Tochter" Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK). Links: Osnabrücks Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip.
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Diskutierten das Thema Hochwasserschutz: Bundespräsident Johannes Rau und Stiftungsexperten.
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Die architektonischen und bauökologischen Besonderheiten des DBU-Gebäudekomplexes im Blick (v.l.): Osnabrücks Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip, DBU-Verwaltungschef Michael Dittrich, Bundespräsident Johannes Rau und DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde.
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Osnabrück. Ganz im Zeichen der Förderprojekte zum Schutz vor Hochwasser stand am 8. Oktober ein Besuch von Bundespräsident Johannes Rau im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Im Rahmen eines ganztägigen Osnabrück-Besuchs stattete das Staatsoberhaupt der größten Umweltstiftung Europas und ihrem neueröffneten Konferenz- und Ausstellungszentrum einen einstündigen Besuch ab. Damit wollte sich Rau auch für das Engagement der DBU revanchieren, das sie bei der "Woche der Umwelt" im Juni dieses Jahres im Park seines Amtssitzes, des Schlosses Bellevue in Berlin, gezeigt hatte. Zwei Tage lang waren auf Initiative des Bundespräsidenten und organisiert von der DBU mehr als 8.000 geladenen Gästen Spitzenprodukte deutscher Umwelttechnik und -forschung und fast 50 hochkarätig besetzte Diskussions- und Gesprächsforen präsentiert worden.
Bereits in vergangenen Jahren im vorbeugenden Hochwasserschutz engagiert
Nach der Begrüßung von Johannes Rau durch DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde standen dann konkrete Stiftungsprojekte zum Hochwasserschutz im Blickpunkt. Dabei wiesen die DBU-Experten unter anderem darauf hin, dass die Stiftung in den vergangenen Jahren bereits 23 Projekte des vorbeugenden Hochwasserschutzes mit über sieben Millionen Euro bewilligt habe und sie diesen fachlichen Ansatz massiv vorantreiben werde.
Zusätzlich 2,8 Millionen Euro Soforthilfe
Als Start in ein umfangreiches Programm, dessen Abwicklung unbürokratisch und schnell in Angriff genommen werden solle, hatte die DBU in der vorletzten Woche zusätzlich 2,8 Millionen Euro bereit gestellt, um in Sachsen und Sachsen-Anhalt bei der Beseitigung von Schäden zu helfen, die durch die Hochwasserkatastrophe dieses Sommers an national wertvollen Kulturgütern, Bildungs- und Forschungseinrichtungen entstanden waren. Bereits im Frühjahr 2003 soll ein weiteres millionenschweres Bündel von Projekten zur Revitalisierung von Auenlandschaften geschnürt werden. Außerdem findet am 24./25. Oktober im ZUK ein Kolloquium statt, bei dem die führenden Experten zum vorbeugenden Hochwasserschutz beraten würden.
Freude an der Arbeit dieser "großartigen Stiftung" bewahren
Bundespräsident Rau betonte in seinen Grußworten, dass er auch jetzt noch wöchentlich positive Briefe zur "Woche der Umwelt" bekomme. Gut sei vor allem gewesen, dass sich umweltorientierte Unternehmen und Umweltinitiativen bei dieser Veranstaltung zusammen gefunden hätten. Umweltschutz sei "kein Kampf gegen die Technik", sondern wolle "die Schöpfung bewahren mit den Mitteln der Technik". Wenn man deshalb das Miteinander von Technik und Umweltschutz in den Mittelpunkt stelle, habe das auch positive wirtschaftliche Aspekte. Rau wünschte der DBU und ihren Mitarbeitern, dass sie sich die Freude an der Arbeit dieser "großartigen Stiftung" bewahrten und sich nicht von der Last der Probleme erdrückt fühlten. Er ermunterte sie, sich weiter dafür zu engagieren, die Welt umweltfreundlicher zu machen und Menschen für diese Idee zu gewinnen.
Bauökologische Besonderheiten besichtigt
Nachdem Rau am ZUK-Neubau gemeinsam mit Brickwedde und Osnabrücks Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip einen Baum (Felsenbirne) gepflanzt und sich ein Bild von den bauökologischen Besonderheiten des neuen Konferenz- und Ausstellungsgebäudes der DBU-Tochter ZUK gemacht hatte, schloss sich kurz vor der Abreise des Staatsoberhaupts dann wieder der Kreis: Auf dem Parkplatz des DBU-Geländes ließ sich Rau erläutern, dass das Regenwasser, das über Stiftungs-Grundstück und -Gebäuden niedergeht, nicht über das städtische Kanalnetz abgeleitet wird, sondern allmählich an Ort und Stelle versickert und somit - im Kleinen - einen Beitrag zum Schutz vor Hochwasser leistet.