Osnabrück. Klimawandel ist eines der Themen, das die Deutschen zurzeit bewegt. 94 Prozent gaben bei einer Anfang des Jahres vom
EMNID-Institut
(Bielefeld) durchgeführten repräsentativen Umfrage an, eine Verringerung des Ausstoßes von klimaschädlichen Gasen sei ihnen "sehr wichtig" oder "eher wichtig". Die Ergebnisse der alle zwei Jahre von EMNID und einer Forschergruppe der
Marburger Philipps-Universität unter Leitung von Prof. Dr. Udo
Kuckartz durchgeführten Studie
"Umweltbewusstsein in Deutschland" seien vielschichtig: So kannten nur 28 Prozent der Befragten den Begriff der Nachhaltigkeit - die Zahl habe sich jedoch gegenüber 2000 verdoppelt. Das sagte heute Oliver
Krieg, der bei EMNID die Studie begleitete.
Nachhaltigkeit wird bejaht, aber nicht verstandenDabei seien 70 Prozent der Fragen mit denen der Vorgängerstudie identisch. "Durch dieses Konzept sind Entwicklungen und Trends im Umweltbewusstsein der Deutschen ablesbar", erläuterte Kuckartz. Obwohl der Begriff der Nachhaltigkeit nicht verbreitet sei, stimmten über 80 Prozent der Befragten seinen Grundprinzipien wie der Gerechtigkeit zwischen den Generationen und der Ressourcenschonung zu. Auch 2002 gelte: Die Bevölkerung sei in starkem Maße ökologisch sensibilisiert. Dabei glaube die Hälfte der Befragten daran, dass man den Klimawandel noch stoppen könne. Mit der Rolle Deutschlands im Klimaschutz seien nur 19 Prozent unzufrieden, die Mehrheit der Befragten habe sich für eine deutsche Vorreiterrolle ausgesprochen.