24.01.2003 | TU Dresden erhält als erste Technische Universität Deutschlands Gütesiegel nach der EG-Öko-Audit-Verordnung

Präsident der IHK Dresden überreichte Rektor der TU Dresden die Registrierungsurkunde über die Eintragung in das EMAS-Verzeichnis

EMAS Dresden aktuell
Links: Professor Achim Mehlhorn, Rektor der Technischen Universität (TU) Dresden. Rechts: Professorin Edeltraud Günther, Professorin für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Betriebliche Umweltökonomie, Fakultät Wirtschaftswissenschaften der TU Dresden.
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Hörsaalgebäude der TU Dresden
Ausgezeichnet mit dem EMAS-Siegel: Die Technische Universität Dresden.
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Dresden/Osnabrück. "Nachdem wir die Technische Universität Dresden in das Register eingetragen haben, ist sie nunmehr berechtigt, das EMAS-Logo zu verwenden. Damit kann sie auch nach außen dokumentieren, dass sie mit der systematischen Betrachtung aller Umweltauswirkungen eine ganz neue Qualität erreicht hat. Die Einsparung von Ressourcen und die Reduzierung von Abfällen, Abwasser und Emissionen sind wichtig - aber der bedeutendste Output einer Universität sind die Absolventen. Als Ingenieure, Architekten oder Betriebswirte werden sie später in der Wirtschaft Positionen einnehmen, in denen sie ihr Wissen über die Umwelteinflüsse von Produkten und Prozessen anwenden und beträchtliche ökologische Verbesserungen anstoßen können", sagte Hartmut Paul, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden.

TU Dresden als erste deutsche Universität mit dem Gütesiegel ausgezeichnet

"Damit ist die TU Dresden die erste Technische Universität Deutschlands, die das EMAS-Siegel erhält", betonte Professor Achim Mehlhorn, Rektor der Technischen Universität (TU) Dresden. Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, der an der Veranstaltung aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, lobte das Projekt als innovativ und modellhaft. "Hochschulen sind Einrichtungen mit Multiplikatoreffekt. Im Modell wurde hier vorangetrieben, was zukünftig alle Bildungseinrichtungen übernehmen sollten", so Brickwedde. Die DBU förderte das Forschungsvorhaben der TU Dresden mit 100.000 Euro.

Gutachter bewerteten verschiedene Bereiche der Universität auf ihren Umweltbezug

Vom 25. bis 29. November 2002 besuchten zwei Gutachter der Gerling Cert Umweltgutachter GmbH eine Vielzahl von Werkstätten und Labors auf dem Kerngelände der TUD und überprüften den Umweltschutz. Dabei gelangten die Gutachter zu der Überzeugung, dass der Gedanke des Umweltschutzes an der TUD ausgeprägt und umgesetzt ist. Weit über Mülltrennung und Energiesparmaßnahmen hinaus ist es der TUD gelungen, klare Normen für das Umweltmanagement zu definieren und verantwortliche Ansprechpartner innerhalb der Universität zu benennen.

Breite Palette an Veranstaltung

Die Gutachter zeigten sich vor allem von der Breite der Angebote der Lehrveranstaltungen zu umweltrelevanten Themen begeistert, angefangen von der Öko-Poetik bei den Sprach- und Literaturwissenschaften bis hin zu Vorlesungen zum betrieblichen und technischen Umweltschutz an verschiedenen Fakultäten.

Kontinuität in der Arbeit für den Umweltschutz

"Mit dem validiertem Umweltmanagementsystem möchte die TU Dresden die Transparenz des Umweltschutzes erhöhen und weitere Einsparmöglichkeiten im Ressourcenverbrauch aufzeigen", erläuterte Frau Professor Edeltraud Günther, Vorsitzende der Kommission Umwelt der TU Dresden. Nun unterliegt die TU Dresden einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess bei ihren Aktivitäten im Umweltschutz. Die Validierung der Außenstellen der TUD, beispielsweise in Johannstadt, ist für dieses Jahr geplant.

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