05.11.1998 | Höchstdotierter Umweltpreis Europas wird am Sonntag in Frankfurt verliehen

Hamburger Klimaforscher und Freiburger Solarunternehmer geehrt - Festakt in der Alten Oper - Hessischer Rundfunk überträgt direkt

rankfurt / Main. Die Arbeitsgruppe Klimaforschung am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg (Prof. Dr. Lennart Bengtsson, 63, Prof. Dr. Hartmut Graßl, 58, und Prof. Dr. Klaus Ferdinand Hasselmann, 67) und der Solarunternehmer Georg Salvamoser (Freiburg, 48) werden am Sonntag in Frankfurt am Main mit dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (Osnabrück) ausgezeichnet. Der mit einer Million Mark höchstdotierte Umweltpreis Europas wird in der Alten Oper von Bundesumweltminister Jürgen Trittin an die Preisträger übergeben. Der Hessische Rundfunk (HR) wird den Festakt von 11 bis 13 Uhr im Hessen-Fernsehen direkt übertragen.

Das Kuratorium der größten Umweltstiftung Europas hatte unter Vorsitz von Bundesbankpräsident Professor Dr. Hans Tietmeyer beschlossen, den Preis 1998 je zur Hälfte zu vergeben, heißt es in einer Pressemitteilung der Stiftung. Der Freiburger Solarunternehmer Georg Salvamoser habe mit hohem persönlichen finanziellen Risiko einen gut dotierten Job aufgegeben, um in einer fachfremden Branche als Quereinsteiger ohne jede öffentliche Förderung ein Solarunternehmen zu gründen. Sein Ansatz, dem stetig steigenden Verbrauch von Gas, Öl oder Kohle die umweltfreundliche Energiegewinnung aus der natürlichen Quelle Sonne entgegenzusetzen, stehe für das Bemühen, dem Schutz des Klimas durch eine Verminderung des Ausstoßes von Kohlendioxid Nachdruck zu verleihen.

Die Arbeitsgruppe Klimaforschung am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg habe bei der Entwicklung neuer globaler und regionaler Klimamodelle die deutsche und internationale Forschung wegweisend bestimmt und das Max-Planck-Institut zu einem der wichtigsten Klimaforschungszentren der Welt entwickelt. Durch ihre Arbeit hätten sich nicht nur international die Chancen für globalen Klimaschutz erhöht, die Auswirkungen seien auch bis in den Alltag spürbar. Die Arbeitsgruppe Klimaforschung habe die wissenschaftliche Basis zum Thema Klimabeeinflussung durch den Menschen erhärtet und damit überhaupt die Voraussetzung dafür geschaffen, daß sich die Belange des globalen Klimaschutzes auch in der Politik mit der Umsetzung der Rahmenkonvention der Vereinten Nationen zu Klimaänderungen niederschlügen.

Nach der Eröffnung des Festaktes durch Professor Dr. Hans Tietmeyer wird der Ministerpräsident des Landes Hessen, Hans Eichel, ein Grußwort an die Gäste richten, zu denen auch führende Vertreter des Bundes und der Länder, der Wirtschaft und der Umweltverbände sowie die meisten Umweltpreisträger der vergangenen Jahre gehören werden. Die Laudatio auf die Preisträger wird Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes und Mitglied der Jury des Deutschen Umweltpreises, halten. Danach wird Bundesumweltminister Jürgen Trittin die Urkunden an die neuen Umweltpreisträger überreichen.

Professor Dr. Klaus Ferdinand Hasselmann und Georg Salvamoser werden im Anschluß an die Übergabe der Urkunden zu den rund 1.400 geladenen Gästen in der Alten Oper Frankfurt sprechen. Musikalisch umrahmt wird der Festakt vom zwölfköpfigen Blechbläserensemble bach, blech & blues, das 1989 aus der Jungen Deutschen Philharmonie hervorgegangen ist.



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