rankfurt / Main. Die Arbeitsgruppe Klimaforschung am Max-Planck-Institut für
Meteorologie in Hamburg (Prof. Dr. Lennart Bengtsson, 63, Prof. Dr. Hartmut Graßl,
58, und Prof. Dr. Klaus Ferdinand Hasselmann, 67) und der Solarunternehmer Georg
Salvamoser (Freiburg, 48) werden am Sonntag in Frankfurt am Main mit dem
Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (Osnabrück)
ausgezeichnet. Der mit einer Million Mark höchstdotierte Umweltpreis Europas wird
in der Alten Oper von Bundesumweltminister Jürgen Trittin an die Preisträger
übergeben. Der Hessische Rundfunk (HR) wird den Festakt von 11 bis 13 Uhr im
Hessen-Fernsehen direkt übertragen.
Das Kuratorium der größten Umweltstiftung Europas hatte unter Vorsitz von
Bundesbankpräsident Professor Dr. Hans Tietmeyer beschlossen, den Preis 1998 je zur
Hälfte zu vergeben, heißt es in einer Pressemitteilung der Stiftung. Der Freiburger
Solarunternehmer Georg Salvamoser habe mit hohem persönlichen finanziellen Risiko einen
gut dotierten Job aufgegeben, um in einer fachfremden Branche als Quereinsteiger ohne
jede öffentliche Förderung ein Solarunternehmen zu gründen. Sein Ansatz, dem stetig
steigenden Verbrauch von Gas, Öl oder Kohle die umweltfreundliche Energiegewinnung aus
der natürlichen Quelle Sonne entgegenzusetzen, stehe für das Bemühen, dem Schutz des
Klimas durch eine Verminderung des Ausstoßes von Kohlendioxid Nachdruck zu verleihen.
Die Arbeitsgruppe Klimaforschung am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg habe
bei der Entwicklung neuer globaler und regionaler Klimamodelle die deutsche und
internationale Forschung wegweisend bestimmt und das Max-Planck-Institut zu einem der
wichtigsten Klimaforschungszentren der Welt entwickelt. Durch ihre Arbeit hätten sich nicht
nur international die Chancen für globalen Klimaschutz erhöht, die Auswirkungen seien auch
bis in den Alltag spürbar. Die Arbeitsgruppe Klimaforschung habe die wissenschaftliche Basis
zum Thema Klimabeeinflussung durch den Menschen erhärtet und damit überhaupt die
Voraussetzung dafür geschaffen, daß sich die Belange des globalen Klimaschutzes auch in
der Politik mit der Umsetzung der Rahmenkonvention der Vereinten Nationen zu
Klimaänderungen niederschlügen.
Nach der Eröffnung des Festaktes durch Professor Dr. Hans Tietmeyer wird der
Ministerpräsident des Landes Hessen, Hans Eichel, ein Grußwort an die Gäste richten, zu
denen auch führende Vertreter des Bundes und der Länder, der Wirtschaft und der
Umweltverbände sowie die meisten Umweltpreisträger der vergangenen Jahre gehören
werden. Die Laudatio auf die Preisträger wird Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des
Umweltbundesamtes und Mitglied der Jury des Deutschen Umweltpreises, halten. Danach
wird Bundesumweltminister Jürgen Trittin die Urkunden an die neuen Umweltpreisträger
überreichen.
Professor Dr. Klaus Ferdinand Hasselmann und Georg Salvamoser werden im Anschluß an die
Übergabe der Urkunden zu den rund 1.400 geladenen Gästen in der Alten Oper Frankfurt
sprechen. Musikalisch umrahmt wird der Festakt vom zwölfköpfigen Blechbläserensemble
bach, blech & blues, das 1989 aus der Jungen Deutschen Philharmonie hervorgegangen ist.
Hinweis an die Redaktionen: Sie erreichen den Pressesprecher der Stiftung, Franz-Georg
Elpers, am Samstag und Sonntag über die Rufnummern 069/1340-271, 069/1340-272 und
0171/3812888 sowie die Faxnummer 069/1340-273.