Osnabrück. Ein Schülerinnenchor gibt glockenhell bekannte Melodien zum Besten, riesige Kuchen warten auf den Verzehr, die Halle des sonst eher ruhigen
Zentrums für Umweltkommunikation (ZUK) in Osnabrück schwirrt vor Aktivität. 200 Lehrer, Schüler und interessierte Tagungsteilnehmer füllen das Gebäude mit Leben. In der Halle stellen 15 Schülerfirmen wie auf einer Messe ihre Ergebnisse des von der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 251.000 Euro geförderten Projektes "Schülerfirmen im Kontext einer Bildung für Nachhaltigkeit" vor. Ulrike
Mehl, neue DBU-Kuratorin und Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit des Deutschen Bundestages, zeigte sich beeindruckt vom Engagement der jungen Unternehmer. Volker
Angres, leitender Redakteur von ZDF.umwelt, moderierte die Veranstaltung, die Dr. Christa
Henze, wissenschaftliche Projektbegleitung an der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Gerhard
de Haan, Freie Universität Berlin und Dr.-Ing. E. h. Fritz
Brickwedde, Generalsekretär der DBU, von den positiven Ergebnissen des Projektes überzeugte.
Vielfältige Ideen umgesetztViele Ideen haben sich mittlerweile erfolgreich umsetzen lassen: Die Schülerfirma
"ARTemis" des
Evangelischen Ratsgymnasiums Erfurt verleiht Bild-Werke aus dem Kunstunterricht unter anderem an die Thüringer Staatskanzlei und Arztpraxen, die Firma
"Chameleon" des
Melanchton-Gymnasium aus Bretten (Baden-Württemberg) importiert und vertreibt Tee von Ureinwohnern (Adivasi) aus Indien und das Schüler-Reisebüro
"Pupils paradise" der
Integrierten Gesamtschule Delmenhorst organisiert Klassenfahrten der Schule.
Jugendliche von heute bestimmen Umwelthandeln von morgen
"Den Samen nachhaltigen Handelns bereits in der Schulzeit zu säen ist wichtig, schließlich sind die Schüler von heute die Unternehmer von morgen", sagte Brickwedde zum Auftakt der zweitägigen Tagung im ZUK. Der DBU sei es seit ihrer Gründung ein besonderes Anliegen gewesen, Umweltbildung und das Wissen um die Bedeutung eigenständigen, selbständigen Handeln im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zum integrierten Bestandteil des Unterrichts zu machen. Der große Zuspruch, den das Projekt "Schülerfirmen" erfahren habe, bestätige die Einschätzung, dass solche Ansätze auf fruchtbaren Boden fallen.