20.06.2003 | "Welt-Umweltminister" Klaus Töpfer auf Stippvisite bei der Umweltstiftung

Erster Besuch des neuen Zentrums für Umweltkommunikation der DBU - Internationale Fachtagung über "Historische Gärten" als Anlass

Töpfer/Hennebo
"Welt-Umweltminister" Prof. Dr. Klaus Töpfer (3.v.l.) erhält aus der Hand des stellvertretenden DBU-Generalsekretärs Dr. Willi Real (r.) einen Bildband über die "Historischen Gärten". Mit ihm freuen sich (v.l.) Dr. Arno Weinmann (DBU), Dr. Michael Rohde (Universität Hannover), Rainer Schomann (Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege) und Prof. Dr. Dieter Hennebo (Universität Hannover).
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Osnabrück. Premiere heute im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück: "Welt-Umweltminister" Prof. Dr. Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen und aktueller Träger des Deutschen Umweltpreises der DBU, stattete der größten Umweltstiftung Europas erstmals in ihrem neuen Konferenz- und Ausstellungsgebäude einen Besuch ab.

Internationale Fachtagung über "Historische Gärten"

Anlass für die Stippvisite war eine Internationale Fachtagung zum Thema "Historische Gärten in Gegenwart & Zukunft - Bedeutung & Konsequenzen für den Umwelt- und Kulturgüterschutz", die gestern und heute als Veranstaltung des Instituts für Grünplanung und Gartenarchitektur der Universität Hannover im ZUK stattfand und deren Schirmherr Töpfer war. Anlass für das Treffen in Osnabrück war der 80. Geburtstag von Prof. Dr. Dieter Hennebo (Universität Hannover), der als Nestor der Gartenkunstgeschichte und Gartendenkmalpflege in Deutschland gilt.

Bedeutung in Gesellschaft und Politik unzureichend wahrgenommen

Im Mittelpunkt der Fachtagung stand die Bedeutung der historischen Gärten aus den Blickwinkeln unterschiedlicher Fachgebiete. Die gehe trotz erheblicher Erhaltungsbemühungen zunehmend verloren, beklagten die Veranstalter. Ihre eigentliche Bedeutung werde in Gesellschaft und Politik, aber auch von Landschaftsarchitekten und anderen Fachdisziplinen unzureichend wahrgenommen. Gärten seien zwar in Mode, doch profitierten sie als Kunstwerke nicht davon.

Nachdenken über den Umgang des Menschen mit der Natur

Die Veranstaltung behandelte die Vielfalt der Gärten, also ihre Nutzungs- und Gestaltungsfülle, ihre Formen und Typen als Informationsträger oder ihre Bedeutung als Qualitätsaspekt und Ressourcenquelle der Umwelt - dies auch im Sinne eines Nachdenkens über den Umgang des Menschen mit der Natur. Es wurden Konsequenzen und Forderungen entwickelt für die künftige Behandlung von historischen Grünanlagen und Landschaften als wichtigem Teil unserer Umwelt.