01.10.2003 | Dialog mit der Nachbarschaft beugt Konflikten vor

Projekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) findet Abschluss in Broschüre - Praktische Tipps, um Ärger zu vermeiden

Hammerbacher
Wie ein Dialog mit der Nachbarschaft eigenständig aufgebaut werden kann, zeigt die Broschüre ‚Betriebe und ihre Nachbarn: Vertrauen aufbauen – Konflikte lösen’.
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Wie ein Dialog mit der Nachbarschaft eigenständig aufgebaut werden kann, zeigt die Broschüre Betriebe und ihre Nachbarn: Vertrauen aufbauen - Konflikte lösen. 12 Schritte zu einer guten Nachbarschaft. In ihr finden Unternehmen viele Empfehlungen und Handlungstipps, die auch für Immissionsschutzbehörden und Nachbarn interessant sind. Wer einen offenen Dialog mit seiner Nachbarschaft frühzeitig aufbaut, kann Lösungen erzielen, die sowohl die Interessen der Anwohner als auch die des Unternehmens berücksichtigen. Betriebe vermeiden Auseinandersetzungen oder eine öffentliche Eskalation von Konflikten und leisten einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung.

Ergebnisse eines DBU-Projektes zusammengetragen

Die Broschüre fasst die Ergebnisse des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt über zwei Jahre geförderten Modellprojektes Offene Umfeldkommunikation für kleine und mittlere Unternehmen zusammen. Acht kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nahmen teil. Ziel war es, Instrumente und Vorgehensweisen der Nachbarschaftskommunikation zu entwickeln, die an die Bedürfnisse und Möglichkeiten von KMU angepasst sind und von diesen eigenständig umgesetzt werden können. Träger waren die Industrie- und Handelskammer Hannover, die Handwerkskammer Hannover und die Staatlichen Gewerbeaufsichtsämter Göttingen, Hannover und Hildesheim. Das Projekt wurde bearbeitet von der Beratungsgesellschaft hammerbacher aus Osnabrück.

Erfahrungen der teilnehmenden KMU mit Dialogangeboten

Im Projekt erprobten die teilnehmenden Unternehmen unterschiedliche Dialogangebote, z.B.:
Die Teutonia Zementwerk AG aus Hannover (siehe Bild) trifft sich regelmäßig mit Vertretern örtlicher Bürgerinitiatven und will den Kreis demnächst um Vertreter aus Politik und Behörden erweitern.
Die Firmen ALSA GmbH und Karl Konzelmann GmbH Metallschmelzwerke aus Hannover laden Anwohner und Betriebe ein, sich halbjährlich im Forum "Brinker Hafen" über aktuelle betriebliche Entwicklungen und Lärm- und geruchsimmissionen auszutauschen.

Beraterpool unterstützt niedersächsische Unternehmen

Der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander begrüßte auf der Abschlussveranstaltung des Projektes den Aufbau eine "Beraterpools": "Ich freue mich, dass weitere niedersächsische Unternehmen Unterstützung beim Aufbau von Nachbarschaftsdialogen erhalten können."