Wie ein Dialog mit der Nachbarschaft eigenständig aufgebaut werden kann, zeigt die Broschüre
Betriebe und ihre Nachbarn: Vertrauen aufbauen - Konflikte lösen. 12 Schritte zu einer guten Nachbarschaft. In ihr finden Unternehmen viele Empfehlungen und Handlungstipps, die auch für Immissionsschutzbehörden und Nachbarn interessant sind. Wer einen offenen Dialog mit seiner Nachbarschaft frühzeitig aufbaut, kann Lösungen erzielen, die sowohl die Interessen der Anwohner als auch die des Unternehmens berücksichtigen. Betriebe vermeiden Auseinandersetzungen oder eine öffentliche Eskalation von Konflikten und leisten einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung.
Ergebnisse eines DBU-Projektes zusammengetragenDie Broschüre fasst die Ergebnisse des von der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt über zwei Jahre geförderten Modellprojektes
Offene Umfeldkommunikation für kleine und mittlere Unternehmen zusammen. Acht kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nahmen teil. Ziel war es, Instrumente und Vorgehensweisen der Nachbarschaftskommunikation zu entwickeln, die an die Bedürfnisse und Möglichkeiten von KMU angepasst sind und von diesen eigenständig umgesetzt werden können. Träger waren die
Industrie- und Handelskammer Hannover, die
Handwerkskammer Hannover und die
Staatlichen Gewerbeaufsichtsämter Göttingen, Hannover und Hildesheim. Das Projekt wurde bearbeitet von der
Beratungsgesellschaft hammerbacher aus Osnabrück.
Erfahrungen der teilnehmenden KMU mit Dialogangeboten
Im Projekt erprobten die teilnehmenden Unternehmen unterschiedliche Dialogangebote, z.B.:
Die
Teutonia Zementwerk AG aus Hannover (siehe Bild) trifft sich regelmäßig mit Vertretern örtlicher Bürgerinitiatven und will den Kreis demnächst um Vertreter aus Politik und Behörden erweitern.
Die Firmen
ALSA GmbH und
Karl Konzelmann GmbH Metallschmelzwerke aus Hannover laden Anwohner und Betriebe ein, sich halbjährlich im Forum "Brinker Hafen" über aktuelle betriebliche Entwicklungen und Lärm- und geruchsimmissionen auszutauschen.
Beraterpool unterstützt niedersächsische Unternehmen
Der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich
Sander begrüßte auf der Abschlussveranstaltung des Projektes den Aufbau eine "Beraterpools": "Ich freue mich, dass weitere niedersächsische Unternehmen Unterstützung beim Aufbau von Nachbarschaftsdialogen erhalten können."