Osnabrück/Frankfurt. Das Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt beschloß gestern in Frankfurt unter Vorsitz von Bundesbankpräsident Dr. Hans Tietmeyer, den Generalsekretär der Stiftung, Fritz Brickwedde (47), für weitere fünf Jahre mit der Leitung der Stiftungsgeschäftsstelle zu betrauen. Brickwedde hatte am 1. März 1991 mit dem Aufbau der gemeinnützigen Stiftung begonnen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gehört mit einem Vermögen von über 2,7 Milliarden Mark zu den größten Stiftungen Europas.
In der Aufbauphase 1700 Vorhaben mit über 830 Millionen Mark gefördert
In seinem Rückblick ging Brickwedde vor dem Kuratorium auf die wesentlichen Aufgaben der nun abgeschlossenen Aufbauphase der Umweltstiftung ein. Dazu gehörten u.a. der Aufbau von Grundstrukturen und Organisation für die Geschäftsstelle in Osnabrück, ein Sofortprogramm für die neuen Bundesländer und die Erarbeitung von Förderleitlinien und Verfahrensbestimmungen als Grundlage für die Förderung in ganz Deutschland. Insgesamt sind seit diesem Zeitpunkt rund 10.000 Projektanträge bearbeitet worden. Rund 1700 Vorhaben sind in dieser Zeit mit einem Finanzvolumen von über 830 Millionen Mark gefördert worden.
In Planung: Ein ökologischer Modellbau für die Geschäftsstelle
Zu den weiteren Hauptaufgaben in den vergangenen fünf Jahren zählte der personelle Aufbau der Geschäftsstelle mit der Auswahl der inzwischen knapp 90 Mitarbeiter sowie die Errichtung eines Neubaus für die Geschäftsstelle, eines inzwischen vielbeachteten Modellprojekts für den ökologischen Verwaltungsbau.
Schnell, kompetent, eigenständig
Als wesentliche Aufgaben für die nächsten fünf Jahre benannte der Generalsekretär eine stärkere Schwerpunktsetzung bei den Förderthemen. Brickwedde: "Vorrangig geht es darum, den produktionsintegrierten, vorbeugenden Umweltschutz zu fördern, um Umweltentlastungen durch Innovation zu erreichen." Durch eine stärkere Themenkonzentration soll der Qualitätsmaßstab noch weiter angehoben werden und die Stiftung künftig stärker als bisher durch Ausschreibungen selbst agieren. So könne die Kompetenz der Stiftung in Sachfragen verstärkt nach außen vermittelt werden. Brickwedde stellte auch eine noch intensivere Konzentrierung auf die Hauptzielgruppe der Stiftung, die mittelständische Wirtschaft, in Aussicht. Neben einer weiteren Beschleunigung der Verfahren solle zukünftig die Verbreitung der Projektergebnisse standardisiert und intensiviert werden. Projektinformationen sollen demnächst über Datennetze abrufbar sein.