Dresden. Alte Möbel stehen in Zukunft in Form eines neuen Baustoffes vor einem zweiten "Leben". Die Firma Möller Holztechnik GbR (Dresden) will in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Umschulungs- und Fortbildungswerk eine Versuchsanlage dafür errichten. Das Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (Osnabrück) unter Vorsitz von Bundesbankpräsident Dr. Hans Tietmeyer beschloß, das Vorhaben mit rund 630.000 Mark zu fördern. Durch das Verfahren könne der Anteil an zu deponierenden Abfällen reduziert werden, beschrieb Generalsekretär Fritz Brickwedde den Entlastungseffekt des Verfahrens für die Umwelt.
Neues Holz aus alten Möbeln
Der neue Verwertungsweg bietet die Möglichkeit, aus Altmöbeln neue Werkstoffe mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zu machen. Dazu würden die alten Möbel zu Chips verkleinert, anschließend daraus Platten gepreßt. Bisher seien diese von Hand hergestellt und unter anderem in Fertigteilhäusern als tragende Verlegeplatten eingesetzt worden.
Weniger Energieverschwendung
Das Vorhaben, die Platten mit einer Anlage zu fertigen, stelle auch eine Alternative zur Verbrennung des Holzes dar. Die neue Art der Wiederverwertung schneide in jedem Fall im Vergleich zu vorherigen Verfahren in der Stoff- und Energiebilanz besser ab. Die für das Vorhaben zu schaffende großtechnische Versuchsanlage habe eine für Entwicklungszwecke ausreichende Kapazität von 500 Kubikmetern pro Jahr. Absicht sei unter anderem, mit dem Modellprojekt potentielle Investoren für die Errichtung einer Produktionsanlage zu interessieren.
Weitere Informationen: Möller Holztechnik GbR, Dresden,
Tel. und Fax: 0351/4110398