München/Osnabrück. Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, ist heute in München mit der
Bayerischen Umweltmedaille ausgezeichnet worden. "Die Umweltmedaille ehrt Bayerns Vorkämpfer für eine bessere Umwelt und Lebensqualität", sagte der
Bayerische Staatsminister für Umwelt, Dr. Werner Schnappauf. Brickwedde erhalte die Ehrung für seine "Verdienste um Natur- und Umweltschutz". Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat in den zwölf Jahren ihres Bestehens allein in Bayern über 500 umweltentlastende, innovative Modellprojekte mit rund 100 Millionen Euro gefördert.
Bayern - ein Bundesland voller guter Umweltschutz-IdeenBeispiel Alpenhütten: Die DBU investierte bislang rund 1,3 Millionen Euro in Vorhaben, die nach ökologisch verträglichen Wegen zur Energie- und Wasserversorgung touristisch genutzter Hütten suchen. In Bayerns Tälern fördert die größte Umweltstiftung Europas ebenfalls umweltschonende Energieversorgung: Mit DBU-Unterstützung ist es 700 Kirchengemeinden in ganz Deutschland gelungen, Solarstromanlagen zu installieren - die meisten davon (141) entstanden zwischen Ansbach und Würzburg. Beispiel gebende Modellprojekte werden in Bayern auch im Bereich des ökologischen Bauens angepackt. So wurde das
"Haus am Strom" in Passau, ein Umwelt-Erlebniszentrum direkt am Donauradweg zwischen Passau und Linz, mit rund 1,1 Millionen Euro gefördert. "Sein nachhaltiges Energiekonzept und die selbstgestellte Aufgabe, Umweltwissen an Erwachsene und Kinder weiterzugeben, machen es zu einem bundesweiten Vorbild", sagt Brickwedde. Umweltbildung wird auch im
Nationalpark Bayerischer Wald großgeschrieben. Unter dem Stichwort "Umweltkommunikation durch Wildniserfahrung" unterstützte die DBU den Aufbau des Jugendcamps Aldo Leopold im Nationalpark mit knapp einer Million Euro. Etliche weitere bayerische Initiativen, die sich Umweltbildung auf die Fahnen geschrieben haben, wurden ebenfalls mit DBU-Mitteln gefördert, darunter das
Bildungszentrum für Familie, Umwelt und Kultur im Kloster Roggenburg und das
Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern. Letzteres erhielt für den Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung zusätzliche 1,3 Millionen Euro.
"Forschung braucht Zukunft"
Hinter all diesen praxisorientierten Vorhaben steckt oft jahrelange Forschung - ein Grund für die DBU, ambitionierten Wissenschaftlern und kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Umsetzung innovativer Ideen zum Umweltschutz unter die Arme zu greifen. Beispielsweise untersucht die Augsburger
Dr. Grandel GmbH gemeinsam mit dem
Bayerischen Institut für Abfallforschung, ob die jährlich rund 1.000 Tonnen Altkosmetika, die in Bayern anfallen, in Vergärungsanlagen für Bioabfall entsorgt werden könnten, statt auf der Sondermülldeponie zu landen. "Forschung braucht Zukunft", sagt Generalsekretär Brickwedde. "Der akademische Nachwuchs liegt uns daher sehr am Herzen." Deshalb widmet sich das DBU-Stipendienprogramm jungen Akademikern, die nach neuen Wegen zum Schutz von Umwelt und Natur suchen. Allein in Bayern fördert die DBU zurzeit 29 Doktoranden in der Umweltforschung. Hinzu kommt eine von der DBU eingerichtete Stiftungsprofessur für Krebsforschung (Onkologie) an der Universitäts- und Poliklinik Würzburg. Wie lebendig der Umweltschutzgedanke an Universitäten, Institutionen und in den kleinen und mittelständischen Unternehmen Bayerns ist, zeigt der jährlich von der DBU vergebene Deutsche Umweltpreis: Bislang wurden fünf Bayern für innovativen Umweltschutz mit dem höchstdotierten Umweltpreis Europas geehrt.
Hinweis an die Redaktionen: Fotos vom Festakt stehen gegen 14.30 Uhr zum kostenlosen Download auf der Homepage des
Staatsministeriums für Umwelt zur Verfügung. Die Laudatio kann beim
Bayerischen Umweltministerium abgerufen werden.
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