Osnabrück. Von 1990 bis 1993 hatte er als Staatssekretär im Bundesfinanzministerium bei der Errichtung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück) Pate gestanden. Heute machte er sich ein Bild davon, was aus dem Sprössling geworden ist:
Prof. Dr. Horst Köhler, Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten und ehemaliger Geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), informierte sich über die Entwicklung der größten Umweltstiftung Europas. "Hier wurde alles richtig gemacht", sagte Köhler anschließend. Die Stiftung, die am 1. März 1991 ihre Arbeit aufnahm, hat in den 13 Jahren ihres Bestehens über 5.600 Modellprojekte in Umwelttechnik,
-forschung, -kommunikation und Naturschutz mit über einer Milliarde Euro gefördert.
Großes Interesse an der Förderung des MittelstandsBegrüßt wurde Köhler bei seiner Stippvisite von Generalsekreträr Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, der dem Gast mit Experten der Stiftung die Aufbauarbeit und Entwicklung der vergangenen Jahre erläuterte. Großes Interesse zeigte Köhler an der Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen, deren Kreativität bei der praktischen Lösung von Umweltproblemen die DBU besonders unterstützt. Als Staatssekretär im Bundesfinanzministerium hatte Köhler sich dafür eingesetzt, dass die DBU durch ihre Förderung das Einstiegsrisiko für Unternehmen in umweltschonendere Produktionstechniken mindert.
Schwerpunktthema erneuerbare EnergienAls einen wichtigen Schwerpunkt der Arbeit dieses Jahres nannte Brickwedde angesichts zahlreicher Naturkatastrophen, die Vorboten des weltweiten Klimawandels seien, das Engagement für die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien: "Wir müssen die Anstrengungen für den Klimaschutz verstärken". Dieses Thema spiele auch bei der "Woche der Umwelt" mit Bundespräsident Johannes Rau vom 2. bis 5. Juni im Garten der Villa Hammerschmidt in Bonn eine große Rolle. Insgesamt 78 Millionen Euro seien in rund 1.230 Projekte zu diesem Themenkomplex geflossen.
"Ich bin begeistert, welche Entwicklung die DBU genommen hat"Nach einem Rundgang durch die gerade eröffnete neue interaktive Ausstellung
Energie@home der DBU und der
Deutschen Energie-Agentur (dena) im Foyer des
DBU-Zentrums für Umweltkommunikation (ZUK) zeigte sich Köhler von dem Gesehenen beeindruckt. "Ich bin begeistert, welche Entwicklung die Deutsche Bundesstiftung Umwelt genommen hat", sagte er. "Der Umweltschutz genießt eine besondere Bedeutung. Wir brauchen ihn für unsere Zukunft. Hier leistet die Stiftung wichtige und gute Arbeit."