Osnabrück. Den Windenergiefreunden blies der Sturm kräftig ins Gesicht: Ihre Anlagen schafften bei weitem nicht die neuen Arbeitsplätze, die die Branche immer vorgebe, hatte das
Bremer Energie Institut in einer Studie behauptet. Im Gegenteil: Die gesetzlich festgeschriebene Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien führe unter dem Strich zu Beschäftigungsverlusten. "Handwerklich miserabel und in sich widersprüchlich", schlug der
Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) zurück, ein "hilfloser Versuch, die Erfolgsgeschichte der Erneuerbaren Energien klein zu reden". Wie es nun wirklich um die "Zukunft der Windenergie" steht, diskutieren Experten auf Einladung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück) am 21. Juni von 10 bis 17 Uhr im
Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU. Für Rücken- und Gegenwind wird dabei für beide Positionen gesorgt sein: Sowohl das Bremer Energie Institut als auch der Bundesverband WindEnergie sind vertreten.
Hat die Windenergie Zukunft?Die wirtschaftlichen Aspekte werden dann auch gleich von 10 bis 12 Uhr im Blickpunkt des Interesses stehen. Nach der Begrüßung durch DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde wird Dr. Wolfhart Dürrschmidt vom
Bundesumweltministerium über die "Zukunft der Erneuerbaren Energien in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Windenergie - Ziele, Rahmenbedingungen, Instrumente, Novelle Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)" sprechen. Anschließen wird sich Dr. Joachim Nitsch vom
Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt zum Thema "Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung - Zielstellung, Strategie, Instrumente, Szenarien und die Bedeutung der Windenergie als ein Baustein" äußern.
Darf mit Windenergie Geld verdient werden?Dr. Wolfgang von Geldern von der
Plambeck Neue Energien AG wird über "Das EEG als Instrument aus Sicht eines Investors oder: Darf mit erneuerbaren Energien Geld verdient werden?" reden, bevor Prof Dr. Wolfgang Pfaffenberger vom
Bremer Energie Institut die provokante Frage stellen wird "Erneuerbare Energien: Jobkiller oder Konjunkturmotor?" Die anschließende Diskussion wird von
Dr. Peter Paziorek MdB, Mitglied des DBU-Kuratoriums, geleitet.
Wollen die Bürger Windenergie?Auch die umweltrelevanten Aspekte und Kosten der Windkraftnutzung sowie die Zukunft der Windenergienutzung werden im weiteren Verlauf der Tagung thematisiert. Dabei werden insbesondere derzeit heftig diskutierte Themen wie die Akzeptanz in der Bevölkerung oder die Ökobilanz der Windkraftanlagen im Mittelpunkt stehen.
Die Teilnahmegebühr beträgt einschließlich Verpflegung 50 Euro. Für Journalisten ist die Teilnahme kostenlos. Anmeldungen per Fax an 0541/9633990.
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