Osnabrück / Berlin. Das Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) beschloss am Nachmittag in Berlin, den Generalsekretär der Stiftung, Dr.-Ing. E. h. Fritz
Brickwedde (56), für weitere fünf Jahre mit der Leitung der Stiftungsgeschäftsstelle zu betrauen. Brickwedde hatte am 1. März 1991 mit dem Aufbau der gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Osnabrück begonnen und war bereits 1995 und 2000 jeweils einstimmig vom Stiftungsvorstand in seinem Amt bestätigt worden. Die DBU gehört mit einem Vermögen von über 1,6 Milliarden Euro zu den größten Stiftungen Deutschlands und ist die größte Umweltstiftung der Welt. Sie unterstützt innovative, umweltentlastende Modellprojekte in Umwelttechnik, -forschung, -kommunikation und Naturschutz.
Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen
An der
Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster studierte Brickwedde Geschichte, Politikwissenschaften und Publizistik und arbeitete nach seinem Examen als Akademiedozent und Fachbereichsleiter am
Franz-Hitze-Haus, der Akademie des Bistums Münster, als Leiter der
Volkshochschule Georgsmarienhütte und Dezernent für Schule und Kultur, Landschaftspflege und Regionalplanung beim
Landkreis Emsland. Dort war er auch für die Koordination des Umweltschutzes zuständig. Bevor er mit Gründung der DBU am 1. März 1991 als Generalsekretär die Aufbauarbeit begann, war er Sprecher der niedersächsischen Landesregierung. Im Mai 2002 war Brickwedde zum Vorsitzenden des
Bundesverbandes Deutscher Stiftungen gewählt und vor wenigen Tagen auch in diesem Ehrenamt einstimmig bestätigt worden.
Breit angelegtes, ehrenamtliches Engagement
Brickwedde zeichnet ein breit angelegtes, ehrenamtliches Engagement aus. So ist der Ehrenbürger der sächsischen
Stadt Ostritz Vorsitzender des Kuratoriums der
Stiftung Fürst Pückler Park Bad Muskau, Mitglied des Stiftungsrates der
Stiftung Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal (Sachsen) und Vorsitzender des
Osnabrücker Förderkreises zur Unterstützung des Wiederaufbaus der Frauenkirche Dresden.
Eintreten für den ökologischen Neuaufbau in den ostdeutschen Bundesländern
Im Oktober 2002 war Brickwedde die Ehrendoktorwürde der
Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus verliehen worden. Die BTU würdigte damit seine herausragenden Leistungen für den wissenschaftlich fundierten Umwelt-, Natur- und Kulturschutz sowie sein Eintreten für den ökologischen Neuaufbau in den ostdeutschen Bundesländern. Auf Anregung des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Prof. Dr. Georg
Milbradt, verlieh Bundespräsident Prof. Dr. Horst
Köhler Brickwedde 2004 das Verdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Mit dieser Auszeichnung wurde ebenfalls vor allem sein breites ehrenamtliches Engagement zugunsten der ostdeutschen Bundesländer gewürdigt.
DBU: 6.000 Projekte mit über einer Milliarde Euro gefördert
Die DBU wurde durch Gesetz des Deutschen Bundestages im Jahre 1990 aus dem Privatisierungserlös der ehemals bundeseigenen
Salzgitter AG mit einem Kapital von damals 1,28 Milliarden Euro gegründet. Seitdem hat sie 6.000 Projekte mit einem Volumen von über einer Milliarde Euro gefördert. Zu ihren Aufgaben zählt auch die Vergabe des
Deutschen Umweltpreises. Er ist mit 500.000 Euro der höchst dotierte Umweltpreis Europas und wird in diesem Jahr am 16. Oktober in Lübeck durch Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler überreicht.