01.06.2005 | Umweltstiftung: Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde erneut berufen

Kuratorium beauftragte 56jährigen Osnabrücker für weitere fünf Jahre mit der Leitung der Geschäftsstelle

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Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde - für weitere fünf Jahre im Amt des Generalsekretärs der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück) bestätigt.
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Osnabrück / Berlin. Das Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) beschloss am Nachmittag in Berlin, den Generalsekretär der Stiftung, Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde (56), für weitere fünf Jahre mit der Leitung der Stiftungsgeschäftsstelle zu betrauen. Brickwedde hatte am 1. März 1991 mit dem Aufbau der gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Osnabrück begonnen und war bereits 1995 und 2000 jeweils einstimmig vom Stiftungsvorstand in seinem Amt bestätigt worden. Die DBU gehört mit einem Vermögen von über 1,6 Milliarden Euro zu den größten Stiftungen Deutschlands und ist die größte Umweltstiftung der Welt. Sie unterstützt innovative, umweltentlastende Modellprojekte in Umwelttechnik, -forschung, -kommunikation und Naturschutz.

Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen

An der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster studierte Brickwedde Geschichte, Politikwissenschaften und Publizistik und arbeitete nach seinem Examen als Akademiedozent und Fachbereichsleiter am Franz-Hitze-Haus, der Akademie des Bistums Münster, als Leiter der Volkshochschule Georgsmarienhütte und Dezernent für Schule und Kultur, Landschaftspflege und Regionalplanung beim Landkreis Emsland. Dort war er auch für die Koordination des Umweltschutzes zuständig. Bevor er mit Gründung der DBU am 1. März 1991 als Generalsekretär die Aufbauarbeit begann, war er Sprecher der niedersächsischen Landesregierung. Im Mai 2002 war Brickwedde zum Vorsitzenden des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen gewählt und vor wenigen Tagen auch in diesem Ehrenamt einstimmig bestätigt worden.

Breit angelegtes, ehrenamtliches Engagement

Brickwedde zeichnet ein breit angelegtes, ehrenamtliches Engagement aus. So ist der Ehrenbürger der sächsischen Stadt Ostritz Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Fürst Pückler Park Bad Muskau, Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal (Sachsen) und Vorsitzender des Osnabrücker Förderkreises zur Unterstützung des Wiederaufbaus der Frauenkirche Dresden.

Eintreten für den ökologischen Neuaufbau in den ostdeutschen Bundesländern

Im Oktober 2002 war Brickwedde die Ehrendoktorwürde der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus verliehen worden. Die BTU würdigte damit seine herausragenden Leistungen für den wissenschaftlich fundierten Umwelt-, Natur- und Kulturschutz sowie sein Eintreten für den ökologischen Neuaufbau in den ostdeutschen Bundesländern. Auf Anregung des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Prof. Dr. Georg Milbradt, verlieh Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler Brickwedde 2004 das Verdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Mit dieser Auszeichnung wurde ebenfalls vor allem sein breites ehrenamtliches Engagement zugunsten der ostdeutschen Bundesländer gewürdigt.

DBU: 6.000 Projekte mit über einer Milliarde Euro gefördert

Die DBU wurde durch Gesetz des Deutschen Bundestages im Jahre 1990 aus dem Privatisierungserlös der ehemals bundeseigenen Salzgitter AG mit einem Kapital von damals 1,28 Milliarden Euro gegründet. Seitdem hat sie 6.000 Projekte mit einem Volumen von über einer Milliarde Euro gefördert. Zu ihren Aufgaben zählt auch die Vergabe des Deutschen Umweltpreises. Er ist mit 500.000 Euro der höchst dotierte Umweltpreis Europas und wird in diesem Jahr am 16. Oktober in Lübeck durch Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler überreicht.