28.02.2006 | Daten und Fakten aus 15 Jahren DBU

Von erneuerbaren Energien bis Biotechnologie - Von Umwelttechnik bis -kommunikation

Tietmeyer/Brickwedde
Der Mitinitiator und langjährige DBU-Kuratoriumsvorsitzende Prof. Dr. Hans Tietmeyer (l.) mit DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde bei der ersten Verleihung des Deutschen Umweltpreises der DBU 1993 in Berlin.
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Osnabrück. Hier einige wesentliche Daten und Fakten aus 15 Jahren DBU:

Statistisches:

Gesamtförderung:
rund 6.200 Projekte mit knapp 1,2 Milliarden €

Westdeutschland/Ostdeutschland:
West: 4.475 Projekte mit 681 Millionen €
Ost: 1.730 Projekte mit 426 Millionen €

Mittelstandsförderung:
675 Millionen € (61 %)

Umwelttechnik:
2.534 Projekte mit 293,8 Millionen €

Umweltforschung:
1.453 Projekte mit 357,1 Millionen €

Umweltkommunikation:
2.198 Projekte mit 456,1 Millionen €

erneuerbare Energien:
1.300 Projekte mit 85 Millionen €

Biotechnologie:
249 Projekte mit 67,5 Millionen €

Naturschutz:
732 Projekte mit 143,2 Millionen €

Stiftungskapital:
1,634 Milliarden €

Grundlagen der Stiftungsarbeit:

· 24. Oktober 1989: Das Bundeskabinett fasst auf Vorschlag von Finanzminister Dr. Theo Waigel den Beschluss, den Erlös aus dem Verkauf der bundeseigenen Salzgitter AG für eine Umweltstiftung zu verwenden
· 18. Juli 1990: Gesetz zur Errichtung der "Deutschen Bundesstiftung Umwelt" wird verkündet
· 9. August 1990: die Bundesregierung beruft die 14 Mitglieder des Kuratoriums der DBU, die Satzung der Stiftung wird beschlossen, sie bestimmt Osnabrück als Standort der Geschäftsstelle
· 17. Dezember 1990: das Kuratorium folgt dem Vorschlag der Bundesregierung und wählt Dr. Hans Tietmeyer zum ersten Vorsitzenden des Kuratoriums
· 20. Februar 1991: das Kuratorium bestellt Fritz Brickwedde zum Generalsekretär
· 1.3.1991 Aufnahme der Arbeit als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts
· Name, Aufgaben und Ziele werden im Gesetz zur Gründung festgelegt
· 2. Dezember 1992: "Vorläufige Leitlinien für die Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt"
· diese Förderleitlinien bauen erstmals auf dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung auf und nennen in der Präambel Grundsätze der Förderung
· sie gliedern sich in zwölf Förderbereiche in den Abschnitten Umwelttechnik, Umweltforschung/Umweltvorsorge und Umweltkommunikation
· Stiftungskapital bei Gründung: 1,28 Milliarden Euro
· Ertrag aus dem Kapital wird für die Förderziele in Umwelttechnik, -forschung, -kommunikation und Naturschutz verwendet, heute jährlich etwa 40 Millionen Euro
· Durch konsequente Finanzpolitik liegt das Stiftungskapital heute bei 1,63 Milliarden Euro, der Wert des Startkapitals bleibt damit nahezu real erhalten
· Gründung (1999) und Bau (2001) des Zentrums für Umweltkommunikation gGmbH (ZUK) als Tochter der DBU und damit ein weiterer Schritt von einer rein fördernden zu einer teiloperativen Stiftung, der mit Aufnahme zeitlich begrenzter Forderschwerpunkte eingeleitet wurde
· Schwerpunkte in Biotechnologie, Wissenstransfer in das mittel- und osteuropäische Ausland, Klimaschutz durch verstärkte Nutzung regenerativer Energien und rationelle Energienutzung

Aufgaben:

· DBU in der Regel außerhalb staatlicher Programme tätig, ergänzt diese aber durchaus
· Vorhaben zum Schutz der Umwelt unter besonderer Berücksichtigung der mittelständischen Wirtschaft
· Voraussetzung für Förderung: Innovation, Modellcharakter, Umweltentlastung
· Naturschutzvorhaben, die Lebensräume oder wildlebende Arten schützen sowie einer natürlichen, standortspezifischen Vielfalt und einer nachhaltigen Nutzung von Arten und Ökosystemen dienen
· Verleihung des Deutschen Umweltpreises seit 1993, mit 500.000 Euro höchstdotierter Umweltpreis Europas

Schwerpunkte in den ersten Jahren:

· Sofortprogramm Neue Bundesländer
· Umweltberatung und Umweltbildung
· Aufbau von Umweltbildungseinrichtungen
· Stipendienprogramm
· Wasserkraftnutzung
· Ökologische Siedlungsplanung
· Förderschwerpunkte ökologisches Bauen, Holz und Bioabfallverwertung
· Programm "Kirchengemeinden für die Sonnenenergie"

Neue Förderleitlinien:

· im September 2000 wird dem Naturschutz durch Aufnahme in die Satzung der DBU eine größere Rolle eingeräumt
· nun gliedert sich die Arbeit in Umwelttechnik, Umweltforschung/Naturschutz und Umweltkommunikation
· die neuen Förderleitlinien treten nach Zustimmung der Europäischen Kommission in Kraft
· sie werden auch weiterhin durch zeitlich begrenzte Förderschwerpunkte ergänzt
· produktionsintegrierter Umweltschutz für kleine Unternehmen bleibt Hauptaufgabe

Neun Förderbereiche:

Umwelttechnik · Förderbereich 1: Umwelt- und gesundheitsfreundliche Verfahren und Produkte
· Förderbereich 2: Klimaschutz und Energie
· Förderbereich 3: Architektur und Bauwesen
Umweltforschung und Naturschutz · Förderbereich 4: Angewandte Umweltforschung
· Förderbereich 5: Umweltgerechte Landnutzung
· Förderbereich 6: Naturschutz
Umweltkommunikation und Kulturgüterschutz · Förderbereich 7: Umweltinformationsvermittlung
· Förderbereich 8: Umweltbildung
· Förderbereich 9: Umwelt und Kulturgüter

Ausblick:

· Schwerpunkt Bionik national und international
· umweltgerechte Sanierung im bestehenden Gebäudebestand
· Sensibilisierung der Jugend für Umweltthemen
· Sicherung des nationalen Naturerbes
· weitere Internationalisierung eigener Aktivitäten
· rationelle Energienutzung, regenerative Energien
· Ausbau Netzwerk Stipendien-Programm
· Biotechnologie, produktionsintegrierter Umweltschutz, Klimaschutz, Wissenstransfer (zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, aber auch in das europäische Ausland)
· Partner KMU
· unabhängig
· Förderung am Puls der Zeit
· Trendsetter