Eindeutige Informationen fehlten: Wo steht das Windrad und wie ist die Zufahrt geregelt? Wie hoch ist die Anlage und wie kommt das Rettungspersonal im Zweifel in den Turm? Wichtige Fragen – schließlich sollte der Rettungsdienst wissen, ob er eine Person aus einer Gondel in 50 oder in 100 Meter Höhe retten muss. Um alle Windräder mit einer eindeutigen Kennnummer auszuzeichnen und die Basisdaten in die Homepage www.wea-nis.de einzupflegen, sind viele Partner eingebunden: Den Aufbau der Internetseiten und der Datenbank übernahm die Ingenieur Werkstatt Energietechnik (Hamburg). „Hersteller können im Register auch Kontaktdaten zum Betreiber oder eine Notrufnummer hinterlegen“, erläutert Schulz.
Positive Rückmeldung von Rettungsleitstellen und Zivilschutzbehörden - System soll sich bundesweit durchsetzten
Beratend tätig waren die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, das Staatliche Umweltamt Schleswig, der Bundesverband Windenergie und der Wirtschaftsverband Windkraftwerke. „Wichtig war uns aber auch, Vertreter von Rettungsleitstellen und Zivilschutzbehörden mit ins Boot zu nehmen“, so Schulz. Ein Schritt, der sich ausgezahlt hat: Die Reaktion der Verantwortlichen aus den Leitstellen sei durchweg positiv ausgefallen. Ein solches Werkzeug für die Einsatzplanung habe in der Vergangenheit nicht zur Verfügung gestanden. „Und weil das Register auch mit anderen Datenbanken verknüpft werden kann, sehen wir gute Chancen darin, dass sich das System bundesweit durchsetzt“, meint Schulz.