Osnabrück/ Leipzig. Auf der internationalen Fachmesse
„TerraTec“ in Leipzig dreht sich vom 5. bis 8. März alles um Ver- und Entsorgung, Wasser-, Abwasser-, Abfalltechnik und Stadtumbau. Auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist auf dem Branchentreff für Umwelttechnik und –dienstleistungen vertreten. Auf ihrem Gemeinschaftsstand in Halle 3, Stand Nr. H 51, präsentiert sie drei innovative und beispielhafte Projekte rund um das Thema Wasser und Gewässerschutz: vom Hochwasserschutz über Abwasserreinigung bis hin zur modernen Stadtentwicklung. „Diese Umweltleistungsschau bietet uns die Chance, unsere Themen einem breiten Branchenpublikum vorstellen und vermitteln zu können“, betont DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz
Brickwedde.
Dezentrale Abwasserentsorgung - kostengünstig und ökologisch
Die Leipziger Firma
Busse GmbH stellt die Kleinkläranlage BusseMF vor. Sie bietet Lösungen für kostengünstige und ökologische dezentrale Abwasserentsorgung. Das Unternehmen stellt auf der Messe auch die weltweit erste Kreislaufanlage für Fischzucht vor: Sie macht es möglich, dass bei der Wasseraufbereitung kein Tropfen Abwasser in die Umwelt gelangt. Beiden technischen Anlagen ist die angewandte neuartige Biomembrantechnologie gemeinsam, die zu einer deutlich verbesserten Reinigungsleistung führt.
Hochwasserschutz-Maßnahmen: schonende Bodenbearbeitung und nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung
Wie in Sachen „Hochwasserschutz“ Potenziale für den Wasserrückhalt und die Abflussverzögerung besser ausgeschöpft werden können, zeigt die
Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker aus Dahlwitz-Hoppegarten in Kooperation mit der
Universität Hannover am Beispiel des Flusseinzugsgebietes der Mulde in Sachsen. Das Fazit: Erfolgreicher Hochwasserschutz muss im Einzugsgebiet von Fließgewässern ansetzen. Konkrete Maßnahmen seien eine schonende Bodenbearbeitung zum Beispiel auf landwirtschaftlichen Flächen oder eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung auf Siedlungs- und Verkehrsflächen.
Öffnung und Rekultivierung der Pleiße in LeipzigAls Beispiel für nachahmenswerte Umweltbildung und –kommunikation ist der Leipziger
Förderverein „Neue Ufer“ auf dem DBU-Gemeinschaftsstand vertreten. Seit mehr als zehn Jahren versucht er erfolgreich, den in den 50er Jahren zum Teil kanalisierten, zum Teil verfüllten Fluss Pleiße wieder in das Stadtbild Leipzigs zurückzuholen: Im Modellgebiet Grassistraße geschieht dies mit intensiver Beteiligung der Bürger im Rahmen des „Pädagogisch-didaktischen Konzepts zur Umweltbildung und -kommunikation".
Weitere Informationen zum Gemeinschaftsstand der DBU in Halle 3, Stand Nr. H 51, finden sich unter
http://www.dbu.de/550artikel26179_135.html.