Osnabrück. In welchem Zustand sein Haus in Osnabrück ist – das interessiert Peter Kiesewetter: Der Studienleiter der Volkhochschule Osnabrück ist ein begeisterter Energiesparer. Im vergangenen Jahr ließ sich der Hausbesitzer schon eine Solaranlage installieren. „Doch es gibt noch viel zu tun“, meinte Kiesewetter. „Ich lasse mich gerne anschieben, wenn es darum geht, etwas für die Umwelt zu tun“, erläuterte der Eigentümer. Wie wichtig es ist, sein Haus energetisch zu sanieren – das will die Deutsche Bundesstiftung (DBU) mit ihrer neuen Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ zeigen. Schließlich sparen modernisierte Gebäude Energie und schonen das Klima. Herzstück der Initiative in Zusammenarbeit mit dem Handwerk ist ein kostenloser Energie-Check. Und für diesen ersten Überblick kam am Freitag Heizungs- und Sanitärmeister Ralf Oeverhaus zu Kiesewetter: Gerade das Dach und die Außenwände sind bei dem 1928 gebauten Haus sanierungsbedürftig.
Von dunkelrot bis dunkelgrün: Die kostenlose Beratung zeigt den Zustand des Hauses
Für den „Energie-Check“ benötigte Oeverhaus nicht viel Information: Das Baujahr, den Energieverbrauch der vergangenen Jahre, die damalige Bauweise, die Fenster und die Heizungs- und Warmwasseranlage schaute er sich mit Hilfe des Fragebogens an. „Wir gehen davon aus, dass ein Haus aus dem Jahr 1928 in einem bestimmten Standard gebaut wurde. Interessant für die Bewertung des jetzigen Zustandes ist es, ob die Eigentümer nachträglich noch zusätzlich gedämmt, Fenster oder die Heizung modernisiert haben“, erläutere Oeverhaus. Entsprechend fiel das Ergebnis aus: Dunkelrote Felder im Formblatt signalisieren, dass im entsprechenden Bereich viel Energie gespart und wirtschaftlich rentabel saniert werden kann. Dunkelgrüne Felder erreichen Gebäude, die Passivhausstandard erreichen. Das Besondere am „Energie-Check“ ist, dass eine grobe Gesamtanalyse des gesamten Hauses erstellt wird. Um nicht nur für sein eigenes Gewerk, sondern auch zum Dach oder zu den Fenstern etwas sagen zu können, besuchte Oeverhaus eine Handwerkerschulung bei der DBU. „Mit dem Check können wir einen ersten Anstoß geben und mit der DBU-Broschüre weitere Schritte aufzeigen“, betonte Oeverhaus.