Einen Radlader, einen dicker Bohrer und eine große Tonne brachte das Team um Oberinnungsmeister Christian
Staub zum Wettende mit. „Unsere Lehrlinge haben im Rahmen ihrer außerbetrieblichen Ausbildung bestimmt 150 Stunden Engagement in die Vorbereitung gesteckt.“ Knapp 30 Zentimeter Mineralwolle und eine luftdichte Folie schützten das Eis im Inneren vorm Schmelzen. Zwei Stunden brauchten die Handwerker, um das Ergebnis zu ermitteln: Mit Hilfe des Radladers zogen sie die Wanne mit dem Eis aus dem Mini-Haus, bohrten ein Loch in das Gefäß und ließen das geschmolzene Wasser ab. 884 Liter waren anfangs gefroren. 580 Liter fingen die Handwerker in einer großen Tonne auf.
„Mit der Eisblockwette wollen wir zum Kampagnenstart von ‚
Haus sanieren – profitieren’ deutlich machen, wie wichtig es ist, seine Immobilie gut zu isolieren“, betonte DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde. Eine wirksame Dämmung gerade auch in älteren Häusern verringere den Energieverbrauch und deren Kosten. „Das schont die Umwelt und den Geldbeutel“, so Brickwedde. Wie sinnvoll es ist, seine eigenen vier Wände energetisch zu sanieren, zeigt eine Studie des Wirtschaftsministeriums: Darin wird deutlich, dass private Haushalte in Deutschland noch mehr Energie verbrauchen als die Industrie. „Es wird höchste Zeit, dass sich das ändert“, meinte Brickwedde. Mit Hilfe des Handwerks will die DBU deshalb in den kommenden fünf Jahren möglichst viele Ein- und Zweifamilienhausbesitzer davon überzeugen, ihre Immobilien energetisch zu sanieren. Mit fünf Millionen Euro fördert die Stiftung die Kampagne, in der extra geschulte Handwerker kostenlose und unverbindliche Energie-Checks für Hausbesitzer anbieten.