Penzberg: Bergwachtstation wird umweltgerecht ver- und entsorgt
Einen nachhaltigen Ansatz verfolgt auch die DBU-Förderinitiative zur umweltgerechten Ver- und Entsorgung von Berg- und Schutzhütten. Mit insgesamt rund drei Millionen Euro hilft die DBU dabei, dass die Nutzung der Hütten die Umwelt nicht belastet. Beispiel
Bergwachtbereitschaft Penzberg: Sie versorgt ihre Diensthütte am Rabenkopf zwischen Benediktbeuern und Kochel auf 1.300 Metern Höhe umweltgerecht mit Wasser und Energie und kann zugleich Abwasser schonend entsorgen. Hierfür arbeitet die Bergwachtbereitschaft, deren Hütte rund 500 Übernachtungen im Jahr verzeichnet, mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen. Die DBU förderte die Planung und Umsetzung des Projekts mit 100.000 Euro. Im jüngsten Schritt wurde eine neue Photovoltaikanlage (PV-Anlage) installiert und der sogenannte Rottetunnel erweitert, in dem fäkale Abfälle biologisch zersetzt werden.
Diensthütte mittlerweile auch Ort der Umweltbildung und Vorbild für andere Berghütten
Messungen hatten ergeben, dass die Temperatur im Inneren des Rottetunnels bei der derzeitigen Energieversorgung in den kalten Monaten nicht durchgängig bei mindestens zehn Grad gehalten werden kann, um den notwendigen biologischen Prozess zu ermöglichen. Das wird jetzt durch elektrische Heizelemente erreicht, die im Tunnelboden eingebaut sind. Für den Betrieb dieser Spezial-Heizung wird im Rahmen des Projektes ein neues Energiesystem mit einer leistungsstärkeren PV-Anlage installiert.
Die am Rabenkopf modellhaft umgesetzten Maßnahmen sollen auch auf andere Hütten übertragen werden können. Die Bergwacht Penzberg informiert die Besucher dazu regelmäßig über das Gesamtprojekt. "Die Diensthütte ist mittlerweile nicht nur Sitz der Bergwachtbereitschaft und Ausbildungsstätte, sondern zunehmend auch zum Ort der Umweltbildung geworden", freut sich Brickwedde über die erweiterte Funktion des Demonstrationszentrums. Es gebe von der Rabenkopf-Hütte aus unter anderem Naturschutzstreifen und Wanderungen mit der Bergwacht.