Beispielhafte Stadtentwicklung - auch Schulen begleiten das Renaturierungsprojekt„Braunschweig setzt mit diesem Projekt erneut ein umweltpolitisches Zeichen und gibt ein eindrucksvolles Beispiel erfolgreicher Stadt- und Landschaftsentwicklung“, sagte Oberbürgermeister Hoffmann. „Denn wir verbessern nicht nur den ökologischen Zustand der Schunter, sondern werten auch den Landschaftsraum als Naherholungsgebiet erheblich auf.“ Von den Kosten der Renaturierung, die baulich 2008 abgeschlossen sein soll, trägt die
Stadt selbst 900.000 Euro. Das Renaturierungsprojekt der Schunter begleiten Schulen sowie das
Regionale Umweltbildungszentrum Dowesee. Und der Fluss wird zum „grünen Klassenzimmer“: Schülerinnen und Schüler können hier Untersuchungen vornehmen und Bauarbeiten ausführen.
Schunter soll wieder Lebensraum für viele Tierarten werden
Auf den rund 125 Hektar Auenfläche werden im Wechsel Flutrinnen und Flutmulden sowie Tümpel, Teiche und Altarme angelegt. Neben ihrer ökologischen Bedeutung entlasteten die Flutrinnen auch die angrenzenden Orte vom Hochwasser, so Hoffmann. Außerdem erhalte die Schunter Aufweitungen, Kiesbänke, Störsteine, die das Wasser verwirbeln und säubern, sowie kleine Vertiefungen (Kolke). Noch vermehrten sich dort kaum Fische, weil keine Laichhabitate und so genannte „Kinderstuben“ mit einem ausreichenden Nahrungsangebot an Fliegenlarven mehr existierten. Die Renaturierung solle das ändern und Lebensräume für verschiedene Insekten-, Amphibien- und Vogelarten schaffen. Auch der Storch solle künftig dort wieder Nahrung finden.
Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (AZ 24357): Dipl.-Ing. Ulrich
Kahrmann, Stadt Braunschweig, Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz, Petritorwall 6, 38118 Braunschweig, Telefon: 0531/470-6340, Telefax: 0531/470-6399.