30.05.2008 | „Begeisternde Atmosphäre und viel Engagement für Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen“

214 Aussteller aus In- und Ausland zeigten ihr Naturschutzengagement zur UN-Konferenz in Bonn – 50.000 Besucher

HeidemarieWieczorek-Zeul
Die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul, gehörte zu den Besuchern der "Expo der Vielfalt".
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Astrid Klug
Fasziniert von der DBU-Ausstellung "FasziNatur - Natur entdecken" während der "Expo der Vielfalt" in Bonn: Astrid Klug, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, mit DBU-Projektleiter Martin Schulte (l.) und DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers.
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Bonn. „Es war eine runde Sache: rund 50.000 Besucher im Begleitprogramm dieser weltweit größten Konferenz, eine begeisternde internationale Atmosphäre und viel und intensives Engagement für die Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen.“ – Mit diesen Worten zog Franz-Georg Elpers, Pressesprecher der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), ein positives Fazit zum Ausklang der „Expo der Vielfalt“ am heutigen Freitag. Vier Tage lang hatte die größte Umweltstiftung der Welt unterstützt von mehreren Bundesministerien parallel zur Naturschutzkonferenz der Vereinten Nationen (United Nations, UN) rund um den Robert-Schuman-Platz in Bonn ein großes Vortrags- und Ausstellungsprogramm zum Thema Schutz der biologischen Vielfalt organisiert. 214 Aussteller aus fünf Kontinenten boten nicht nur Fachleuten mit rund 70 Fachveranstaltungen, sondern auch allgemein am Thema Interessierten ein vielseitiges Programm.

Breite Zustimmung von Ausstellern: "Aufs Angenehmste überrascht"

Zufriedenheit nicht nur bei der DBU. „Aufs Angenehmste überrascht“ war Lothar Schmid vom Bundesforst. Die „Expo der Vielfalt“ sei eine einmalige Chance gewesen, sich sowohl dem internationalem Fachpublikum als auch den Menschen vor Ort vorzustellen. „Vom Umweltminister bis zu vielen Schulklassen – an der Flaniermeile kamen alle vorbei“, schwärmte Schmid. Den Wald als Teil des „Nationalen Naturerbes“ habe das Amt im Rahmen des Vortragsprogamms auf der Hauptbühne vorstellen können. Dass die DBU-Organisatoren Aussteller aus der Umwelttechnik mit eingebunden haben – auch das gefiel dem Förster. Die „Vielfalt im Umweltschutz“ sei deutlich geworden. „Wir würden sofort wieder kommen“, so Schmid.

Expo der Vielfalt - Achim Steiner
Felix Gruber, DBU-Organisator der "Expo der Vielfalt" (r.), informiert den Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (United Nations, UN), Achim Steiner (l.), über das Naturschutzengagement der Stiftung.
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Ausstellungskonzept nach Europa tragen - "Expo der Vielfalt" genau der richtige Ansatz

Das Feuer im Holzpellet-Ofen im Pavillonzelt der Firma Wodtke zog trotz Hitze viele Besucher an. Torsten van Kempen: „Wir heizen gerne ein. Das internationale Publikum, Menschen aus Südamerika, aber auch Schulkassen aus der Bonner Umgebung waren sehr interessiert an unserer Wärmetechnik. Wir konnten viele konkrete Informationen zur alternativen Energiequelle Holzpellets weitergeben – das starke Interesse ist natürlich auch den hohen Energiepreisen zu verdanken.“ Dieses gute Ausstellungskonzept müsse weitergetragen werden nach Europa und nicht an den Grenzen Deutschlands halt machen. Mit dem guten Zusammenspiel der unterschiedlichen Aussteller sei eine solche „Expo der Vielfalt“ genau der richtige Ansatz.

Delegierte besuchen Stände - Regenwald im Fokus

Über das große Medieninteresse freute sich Bruno de Amorim Muciel vom Atlantischen Regenwald Netzwerk (RMA) aus Brasilien. Für ihn sei die „Expo der Vielfalt“ eine gute Gelegenheit gewesen, das Engagement für den Erhalt des Urwaldes vorzustellen. „Wir konnten den Deutschen zeigen, was wir mit den Spenden für den Regenwald machen“, so de Amorim Muciel. Gerne hätte der Brasilianer noch mehr Menschen in Bonn erreicht. Dass aber auch Delegierte von der Konferenz an den Ständen vorbei kamen – das wird de Amorim Muciel positiv in Erinnerung bleiben.

Weinzierl/Bernhard
Fachsimpelei am Rande der "Expo der Vielfalt": DBU-Kuratoriumsvorsitzender Hubert Weinzierl (l.) mit Bayerns Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dr. Otmar Bernhard.
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DBU sorgt für umweltverträgliche Durchführung

Für die 4.500 Quadratmeter Zelt- und Bühnenfläche waren rund 900 Meter Wasserleitungen und 15 Kilometer Stromkabel verlegt worden, durch die ausschließlich Naturstrom floss. Konsequent energiesparende Beleuchtung und ein Abrechnungsmodus für die Inhaber der Verpflegungsstände nach tatsächlichem Stromverbrauch, nicht – wie sonst oft üblich – pauschal, um einen Anreiz für möglichst geringen Stromverbrauch zu geben: Der Umweltschutz blieb nicht auf das Vortragsprogramm beschränkt. Angebote auch aus der Region und aus ökologischem Anbau, auf „richtigen“ Tellern serviert und mit „richtigem“ Besteck zum Verzehr aufbereitet, rundeten das Angebot ab. Auf der öffentlichen Verkehrsfläche wurden Papier und Pappe sowie Restmüll getrennt erfasst und entsorgt, die Aussteller trennten zusätzlich auch noch Biomüll, Umverpackungen (Grüner Punkt) und Holzpaletten.

Lothar Schmid vom Bundesforst sah die "Expo der Vielfalt" als einmalige Chance
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Torsten van Kempen von der Fa. Wodtke zieht ein positives Fazit zur "Expo der Vielfalt"
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Bruno de Amorim Muciel vom Atlantischen Regenwald Netzwerk (RMA) hätte gerne noch mehr Menschen in Bonn erreicht (englisch)
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