Osnabrück/Berlin. Einen Besuch stattete heute Jürgen Becker, Staatssekretär im Bundesumweltministerium (BMU), der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück ab. Der stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der DBU informierte sich vor Ort über die Arbeit der größten Umweltstiftung der Welt. Im Zentrum des Besuches stand ein intensiver Austausch über die Herausforderungen der Energiewende. Becker zeigte sich von den Initiativen und Projekten der DBU auf den Themenfeldern Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Ressourcenschutz beeindruckt: „Die Arbeit der DBU verdeutlicht auf imponierende Weise, dass sich Engagement im Bereich Energie- und Ressourceneffizienz ökonomisch und ökologisch auszahlt. Die DBU ist exzellent auf die Herausforderungen der Energiewende vorbereitet und wird auch zukünftig mit ihren Förderinitiativen eine zentrale Rolle spielen.“
Brickwedde: „Wir müssen Energie effizienter einsetzen"
DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde hatte Becker besonders auf die starke Fokussierung der DBU auf Energie-Projekte hingewiesen. Angesichts der gerade von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende reiche es nicht allein, auf erneuerbare Energien zu setzen. Brickwedde: „Wir müssen Energie effizienter einsetzen, ressourcenschonender herstellen und zwingend weniger Energie verbrauchen, wenn der Spagat zwischen Energiewende und Klimaschutz gelingen soll.“
"Haus sanieren profitieren" ein "großer Coup beim Energiesparen"
Mit der DBU-Klimaschutzkampagne „Haus sanieren – profitieren“ stellte Brickwedde Becker einen „großen Coup beim Energiesparen“ vor, durch den in den vergangenen vier Jahren rund 340.000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart worden seien. Zusätzlich seien dadurch 2,6 Milliarden Euro in das Handwerk geflossen.
BMU und DBU wollen Potenziale in Energieeffizienz gemeinsam identifizieren
Becker und Brickwedde bekräftigten, dass BMU und DBU auch zukünftig weiter eng kooperieren werden, um Innovations- und Förderpotenziale in der Energie- und Ressourceneffizienz zu identifizieren und zu gestalten. Als Beispiel nannte Brickwedde die energetische Sanierung der Kindertagesstätte „Sonnenschein“ in Wismar. Dort konnte der Endenergieverbrauch um rund 65 Prozent gesenkt werden. Die DBU fördere Demonstrationsprojekte, die Maßstäbe setzten.
DBU hat seit 1991 über 7.900 Umweltprojekte gefördert
Die DBU, die am 1. März 1991 ihre Arbeit in Osnabrück aufnahm, verfügte damals über ein Kapital von umgerechnet 1,28 Milliarden Euro. Seitdem hat die Stiftung mit rund 1,4 Milliarden Euro - mehr als das Stiftungskapital - rund 7.900 innovative und umweltentlastende Modellprojekte in Umwelttechnik, -forschung, -kommunikation, Natur- und Kulturgüterschutz gefördert und zugleich das Stiftungskapital um rund 600 Millionen Euro erhöht, Aktuell liegt es bei 1,9 Milliarden Euro.